Mit diesen 3 Tipps bist du bestens gerüstet für Island

Island ist ein Traum für Viele. Für mich auch. Im Juni war ich das dritte Mal auf der Insel und hab dies als Anlass genommen, hier 3 Tipps mit dir zu teilen. Denn mit ein paar wenigen Infos im Voraus wird dein Tripp noch schöner!

1. Was in den Koffer gehört. Und was nicht.

Die Durchschnittstemperatur in Island im Sommer liegt bei etwa 12°C. Das klingt gar nicht so schlimm – aber wenn der Wind dazu kommt, fühlt es sich wie 2°C an. Man sagt, das Wetter wechselt viermal pro Stunde. Beides kann ich bestätigen. Und auch, dass es schwierig ist, bei 30°C zu Hause für Island zu packen.

Pack einfach ein, was hier auf der Liste steht, ohne es zu hinterfragen. Und ohne "ich weiss nicht, ob ich eine Mütze brauche" – brauchst du. Glaub mir. Ich habe mir schon zweimal eine vor Ort kaufen müssen, weil ich sie nicht eingepackt hatte.

Packliste für den Sommer in Island, wenn du aufs Land fährst und reitest:

  • Mütze und Stirnband für unter den Helm (nicht zu dick – der Helm muss noch passen)

  • Schal

  • Zwei Paar Handschuhe – im Regen werden sie nass, ein zweites Paar ist Gold wert

  • Warme Socken in mehreren Paaren

  • Zwei Paar wasserdichte Schuhe, am besten über den Knöchel – es hat überall Wasser und kann matschig sein

  • Dicke Daunenjacke – nicht die dünne

  • Regenjacke und Regenhose (werden vom Stall gestellt, aber gut zu wissen)

  • Bikini – überall gibt es heisse Quellen, Schwimmbäder und Hotpots

  • Schlafmaske – im Juli wird es in Island nachts nicht dunkel. Wer das nicht gewohnt ist, schläft schlecht

Was du nicht brauchst:

  • Flipflops und Sandalen für draussen

  • Sommerkleider und kurze Hosen

  • Zu viele T-Shirts

2. Reitkleidung – was du wissen musst

Island ist sehr streng bei der Einfuhr von Reitbekleidung, und das hat einen guten Grund: Es gibt auf Island keine Pferdeinfluenza, keine Tollwut und keine Maul- und Klauenseuche. Das ist auch der Grund, weshalb ein Pferd, das die Insel einmal verlassen hat, nie wieder einreisen darf. Die Isländer schützen das – meiner Meinung nach zurecht.

Was konkret gilt: Gebrauchte Reitausrüstung wie Sättel, Trensen, Schabracken, Decken und Gerten darf gar nicht eingeführt werden. Gebrauchte Reithandschuhe ebenfalls nicht – für deinen Islandurlaub musst du dir neue kaufen oder kannst sie direkt dort besorgen, dort gibt es viele gute Pferdefachgeschäfte.

Reitkleidung wie Hosen, Jacken und Schuhe darfst du mitnehmen, aber sie müssen vorher in der Waschmaschine bei mindestens 40°C gewaschen oder chemisch gereinigt worden sein. Was nicht in die Maschine darf – zum Beispiel dein Helm oder Lederschuhe – musst du gründlich mit Seifenwasser waschen, trocknen und anschliessend mit VirkonS® 1% (10 g pro Liter Wasser) desinfizieren. Das sollte mindestens fünf Tage vor dem ersten Kontakt mit isländischen Pferden erledigt sein.

Ich habe meinen Helm selbst schon mit VirkonS® desinfiziert und hatte anfangs Bedenken, ob er das verträgt. Er ist heil geblieben. Was ich nicht empfehle: den Helm in der Waschmaschine zu waschen – das ist mir selbst passiert und der Helm war nachher kaputt.

Gute Reithöfe stellen dir einen Reithelm und Regenreitkleidung zur Verfügung. Die Regensachen aus Island sind übrigens so viel besser als alles, was wir hier haben.


3. Hotels

Wie du vielleicht weisst, lege ich viel Wert auf stimmige Unterkünfte. Es müssen keine 5-Sterne-Hotels sein, aber die Atmosphäre soll stimmen und man soll merken, dass den Gastgebern die Gäste wichtig sind.

Das erste Mal war ich mit meinem damaligen Freund mit Bus und Zelt um die Insel gereist. Ich war 21, habe studiert, und das war alles, was wir uns leisten konnten. Es hat gefühlt 20 von 21 Tagen geregnet und ich habe mir geschworen: nie wieder zelten auf Island. Das zweite Mal war ich knapp eine Woche in Reykjavik in einem hübschen AirBnB, von dort mit dem Mietauto die Insel erkundet. Schon viel besser.

Was mich damals schon irritiert hat: Alle Gebäude haben einen anderen Stil und irgendwie keins wirklich Stil. Ich hatte mir immer diesen skandinavischen Schick vorgestellt. Diesmal hat mir eine Deutsche, die schon lange auf Island lebt, erklärt warum das so ist: Die Dächer haben keinen Überhang. Die Stürme auf der Insel können so stark sein, dass ein zu langer Überhang einfach abreissen würde. Als ich das wusste, machte das Design mehr Sinn – schön finde ich es aber immer noch nicht.

Das als kleine Vorbereitung auf das, was kommt: Schöne Hotels in Island zu finden ist kein leichtes Unterfangen. Teuer sind sie alle, im Sommer oft ausgebucht. Am besten planst du das früh. Es gibt ein paar wirklich schöne, wie das Hotel Aldan ganz im Osten oder das Búðir auf der Halbinsel Snæfellsjökull im Westen. Viele sind aber einfach funktional.

Ein Tipp: Vergleich die Preise auf Booking.com und direkt auf der Hotelwebsite – das lohnt sich fast immer. Booking.com nimmt dem Hotel rund 10% Gebühren, weshalb es auf der Hotelwebsite oft günstiger ist. Manchmal ist es aber auch umgekehrt. Einfach beides kurz anschauen.

Reiten & Yoga auf Island

Natürlich bieten wir auch Reiten & Yoga Retreats auf Island an. Alle Informationen und Termine findest du hier >>

Posted on August 14, 2026 .