Offline ist das neue Online

Neulich stand ich in der Küche, habe gewartet, bis das Wasser kocht, und hatte plötzlich mein Handy in der Hand. Und da wurde mir bewusst: Ich habe nicht gemerkt, wie ich es vom Küchentisch genommen habe (und wieso es überhaupt da lag) und auf die Instagram-App auf der zweiten Seite geswipt habe. Ich habe es angeschaut, wieder weggelegt und mich gefragt, seit wann genau ich diese paar Sekunden Stille nicht mehr aushalte.

Der Computer ist eher unschuldig. Der hat seinen Platz und seine Zeiten, alle Notifications sind ausgeschaltet (auch auf dem Handy), ich habe keine Mühe, ihn auf dem Schreibtisch zu lassen, und ich renne auch nicht konstant hin, um ihn aufzuklappen. Das Handy hingegen schleicht sich überall rein. Es liegt nicht nur da, es macht sich bemerkbar. Bei mir eben nicht durch Klingeln, Vibrieren oder rote Punkte, die aufploppen (das ist alles aus- und stummgeschaltet). Ich kann es nicht schönreden, es ist eine Sucht.

Ich merke, dass ich es vor allem dann benutze, wenn nichts passiert. Warten. Übergänge. Diese kleinen Lücken im Alltag. Und es geht nicht um Information. Oder um Verbindung. Es geht ums Überbrücken. Ums Beschäftigtsein. Um dieses Gefühl, nicht einfach nur da zu sein.

Im Dezember war ich drei Tage in London und habe das Handy ausgeschaltet. Was in diesen Tagen passiert ist, habe ich hier aufgeschrieben >>

Ich weiss noch, dass ich am ersten Tag öfter in meine Tasche gegriffen habe. Reflex. Am zweiten Tag wurde es weniger. Am dritten Tag war es weg. Und ich habe es auch nicht mehr vermisst. Ich war erstaunt, wie schnell es ging, mich an das Nicht-Benutzen zu gewöhnen, und auch, dass mir nichts gefehlt hat. Klar, ich habe auch nicht gearbeitet, aber trotzdem.

Seitdem beschäftigt mich das Thema intensiver. Auch, weil es nicht nur ein persönliches Gefühl ist, sondern ziemlich gut erforscht.

Smartphones funktionieren nicht zufällig so, wie sie funktionieren. Sie arbeiten mit variablen Belohnungen. Man weiss nie genau, was kommt. Eine Nachricht. Ein Like. Eine Mail. Oder nichts. Genau dieses Unvorhersehbare sorgt dafür, dass Dopamin ausgeschüttet wird. Nicht dann, wenn etwas passiert, sondern vorher. Beim Griff zum Handy. Das Gehirn liebt dieses „vielleicht“. Und es lernt rasend schnell, dass sich Nachschauen lohnen könnte.

Das ist dasselbe Prinzip, das man aus der Suchtforschung kennt. Nur nennen wir es hier „Alltag“. Oder „Erreichbarkeit“. Oder „Organisation“.

Studien zeigen, dass wir unser Handy im Schnitt mehrere hundert Male pro Tag berühren. Oft ohne bewusste Entscheidung. Und es wird noch spannender: Schon die blosse Anwesenheit des Smartphones – ausgeschaltet, auf dem Tisch – senkt die kognitive Leistungsfähigkeit. Ein Teil der Aufmerksamkeit bleibt gebunden. Wie ein offener Kreis, der nie ganz schliesst. Das Nervensystem bleibt in Bereitschaft. Tiefes Denken wird anstrengender. Abschalten sowieso.

Gleichzeitig gibt es im Gehirn ein Netzwerk, das nur dann aktiv wird, wenn wir nichts tun. Kein Input, keine Reaktion, keine Aufgabe. In diesen Phasen verarbeitet das Gehirn Erlebtes, sortiert Emotionen, verbindet Gedanken neu. Kreativität entsteht dort. Auch Zufriedenheit. Wer diese Phasen ständig unterbricht – und genau das tun wir mit permanentem Handygebrauch –, beraubt sich genau dieser Prozesse.

Interessant ist auch, was passiert, wenn Menschen ihr Handy bewusst weglegen. Studien zeigen, dass schon wenige Tage mit reduziertem Smartphone-Konsum zu besserer Stimmung, mehr Klarheit und höherer wahrgenommener Lebenszufriedenheit führen. Menschen berichten von besserem Schlaf, mehr Geduld, mehr Ideen. Nicht, weil plötzlich alles gut ist, sondern weil das System wieder Luft bekommt.

Das hat mich auch in meiner Arbeit nachdenklich gemacht. In unseren Retreats wollen Menschen zur Ruhe kommen, sich spüren, präsent sein. Und gleichzeitig liegt das Handy oft griffbereit neben der Matte oder auf dem Tisch. Deshalb haben wir begonnen, handyfreie Zonen einzuführen. Beim Essen. Beim Yoga. Das Handy bleibt im Zimmer. Und ja, es gibt auch die Möglichkeit, es für diese Zeit abzugeben. Nicht, um jemanden zu erziehen. Sondern weil ich weiss, wie stark diese Gewohnheit ist. Und wie erleichternd es sein kann, wenn die Entscheidung nicht immer neu getroffen werden muss.

Ich glaube nicht, dass wir zurück in eine analoge Welt müssen. Aber ich glaube, dass wir wieder lernen dürfen, Offline-Zeiten ernst zu nehmen. Nicht als Wellness-Trend, sondern als Voraussetzung dafür, klar denken, kreativ arbeiten und zufrieden leben zu können.

Vielleicht ist das heute der eigentliche Luxus.
Nicht immer erreichbar zu sein.
Nicht jede Lücke zu füllen.
Sondern sich diese ungeplanten, manchmal etwas unbequemen Momente wieder zu erlauben.

Und zu merken, dass genau dort oft das entsteht, was wir eigentlich suchen.

Posted on January 19, 2026 .

Wie Pferde miteinander kommunizieren – und was wir Menschen daraus lernen

Wer Pferde beobachtet, merkt schnell: Sie kommunizieren ständig. Nicht nur mit uns, sondern vor allem miteinander. In der Herde, auf der Weide, im Offenstall. Meist unauffällig, oft sehr klar. Und fast immer situationsbezogen.

Wenn wir verstehen wollen, wie Pferde kommunizieren, lohnt es sich deshalb, den Blick weg von uns selbst zu richten und hin zu dem, was zwischen den Pferden passiert.

Kommunikation in der Herde: klar und ohne Umwege

Pferde reden nicht lange um den heissen Brei. Ihre Kommunikation ist direkt, aber selten eskalierend. Ein Blick, eine minimale Veränderung der Körperspannung, ein Schritt zur Seite – oft reicht das schon.

In stabilen Herden sieht man, dass Konflikte meist früh geklärt werden. Nicht, weil Pferde sich nichts sagen, sondern weil sie sehr genau wahrnehmen, wann ein Signal genügt. Es geht nicht darum, Recht zu haben, sondern darum, wieder Ruhe in die Situation zu bringen.

Nähe und Distanz als Sprache

Abstand ist eines der wichtigsten Kommunikationsmittel unter Pferden. Wer wem wie nahe kommen darf, ist kein Zufall. Pferde regeln Nähe über kleine, feine Signale: über die Ausrichtung des Körpers, die Position der Ohren, über Tempo oder Stillstand.

Ein Pferd, das Nähe zulässt, kommuniziert Vertrauen. Eines, das Distanz einfordert, setzt eine Grenze. Beides ist neutral – es sind Informationen. Erst wir Menschen machen daraus oft eine Bewertung.

Korrektur statt Strafe

Wenn Pferde einander korrigieren, geschieht das meist präzise und kurz. Ein klares Signal, dann ist die Sache erledigt. Kein Nachtragen, kein Wiederaufrollen.

Das ist etwas, das wir Menschen häufig unterschätzen. Wir erklären, relativieren, wiederholen. Pferde hingegen kommunizieren im Moment. Sie reagieren auf das, was jetzt ist – nicht auf das, was vor fünf Minuten war.

Ruhe als soziales Signal

In vielen Herden gibt es Pferde, die kaum auffallen. Sie drängen sich nicht in den Vordergrund, sind nicht besonders laut oder expressiv. Und trotzdem orientieren sich andere an ihnen.

Ruhe ist für Pferde ein starkes Signal. Ein entspanntes Pferd kann Sicherheit vermitteln, ohne etwas zu „tun“. Diese Form von Kommunikation wird oft übersehen, ist aber zentral für das soziale Gefüge.

Was wir daraus für den Umgang lernen können

Wenn wir Pferde untereinander beobachten, zeigt sich vieles sehr deutlich: Kommunikation muss nicht gross sein, um klar zu sein. Timing ist wichtiger als Intensität. Und Wahrnehmung ist oft hilfreicher als Interpretation.

Im Umgang mit Pferden können wir davon profitieren, weniger zu machen und genauer hinzuschauen. Nicht jedes Verhalten braucht eine Reaktion. Manches braucht einfach Raum.

Kommunikation ist immer mehr als ein einzelnes Signal

Laute, Bewegungen, Körperspannung – all das greift ineinander. Wer sich tiefer mit dem Thema beschäftigen möchte, findet ergänzend dazu diese Blogposts:

Beide Artikel beleuchten einzelne Ebenen der Kommunikation. Zusammengenommen – und ergänzt durch die Beobachtung der Pferde untereinander – entsteht ein vollständigeres Bild.

Denn Pferde sprechen ständig. Die Frage ist weniger, ob sie kommunizieren, sondern ob wir bereit sind, wirklich zuzuhören.

Posted on January 12, 2026 .

Bioresonanz bei Pferden – meine Erfahrung mit Na’ima

Im Sommer 2025 habe ich bei meiner Stute Na’ima eine Bioresonanz-Haaranalyse machen lassen. Auslöser war nicht nur das Sommerekzem mit starkem Juckreiz an Mähne und Schweif, sondern auch ein Thema, das uns schon lange begleitet: ein konstanter Blähbauch.

Ich wollte nicht einfach weiter ausprobieren oder einzelne Symptome isoliert behandeln, sondern besser verstehen, wie ihr System insgesamt reagiert und wo es aktuell Unterstützung brauchen könnte.

Was ist Bioresonanz überhaupt?

Bioresonanz ist eine energetische Methode. Sie arbeitet nicht mit Blutwerten oder klassischen Laborparametern, sondern geht davon aus, dass der Organismus auf bestimmte Stoffe, Reize oder Belastungen mit messbaren energetischen Schwingungen reagiert. Bei der Haaranalyse werden diese Resonanzen über eingesandtes Haarmaterial getestet.

Wichtig ist mir, das klar zu sagen: Bioresonanz ersetzt keine tierärztliche Diagnostik. Sie stellt keine medizinischen Diagnosen und liefert keine „harten Fakten“ im schulmedizinischen Sinn. Sie kann aber Hinweise geben, wo das System aktuell besonders gefordert ist, wo es überreagiert oder wo es energetisch eher geschwächt wirkt.

Für mich war das kein Entweder-oder, sondern eine ergänzende Perspektive.

Warum eine Haaranalyse?

Die Haaranalyse hat den Vorteil, dass sie für das Pferd komplett stressfrei ist. Es braucht keine Blutentnahme und keinen Termin vor Ort. Gleichzeitig erlaubt sie, sehr viele Parameter zu testen.

Bei Na’ima ging es mir nicht darum, eine einzelne Ursache zu finden, sondern ein Gesamtbild zu bekommen: Was belastet sie? Wo scheint ihr System dauerhaft zu arbeiten? Und wo könnte man ansetzen, um Entlastung zu schaffen?

Was wird konkret getestet?

Die Analyse bei Na’ima umfasste drei zentrale Bereiche.

1. Organsysteme

Hier wird betrachtet, wie verschiedene Organsysteme energetisch im Verhältnis zu einem Idealwert stehen – zum Beispiel Verdauung, Stoffwechsel, Immunsystem oder Haut. Werte über dem Idealbereich können auf Überlastung oder Dauerstress hinweisen, Werte darunter auf Schwäche oder Erschöpfung. Einzelne Abweichungen sind normal, interessant wird es dort, wo sich Muster zeigen.

2. Umweltfaktoren und Unverträglichkeiten

In diesem Teil werden Resonanzen auf eine sehr grosse Anzahl möglicher Einflussfaktoren getestet: Pflanzen, Pollen, Gräser, Milben, Pilze, Zusatzstoffe oder andere Umweltreize. Das bedeutet nicht, dass ein Pferd auf all diese Dinge „allergisch“ ist. Es zeigt vielmehr, wie stark das System energetisch darauf reagiert.

Anhand der Auswertung habe ich Na’imas Fütterung angepasst.

3. Vitalstoffhaushalt

Hier werden energetische Ungleichgewichte bei Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Aminosäuren erfasst. Eine Auffälligkeit bedeutet nicht automatisch einen Mangel im Blut. Sie kann auch darauf hindeuten, dass ein Stoff zwar vorhanden ist, aber aktuell nicht optimal aufgenommen, verwertet oder reguliert wird.

Wie werden die Ergebnisse erklärt?

Die Bioresonanz-Haaranalyse habe ich beim Tierheilkundezentrum Nehls machen lassen. Nach der Auswertung bekommt man einen Telefontermin, in dem die Resultate ausführlich besprochen werden. Die Tabellen werden erklärt, Zusammenhänge aufgezeigt und Rückfragen geklärt.

Das war für mich ein entscheidender Punkt. Die Auswertungen sind umfangreich und ohne Erklärung schwer einzuordnen. Im Gespräch wurde deutlich, welche Werte relevant sind, welche eher Hintergrundrauschen darstellen und wo sinnvoll angesetzt werden kann.

Auch im weiteren Verlauf hatte ich jederzeit eine Ansprechperson. Wenn sich Fragen ergeben haben oder Unsicherheiten aufkamen, konnte ich mich melden. Diese kontinuierliche Begleitung habe ich als sehr hilfreich erlebt.

Was Na’ima bekommen hat

Auf Basis der Analyse wurden Fütterung und Begleitung angepasst. Na’ima bekam unter anderem:

  • energetische Resonanzen und homöopathische Mittel

  • eine individuell zusammengestellte Kräutermischung zur Unterstützung von Immunsystem, Haut und Stoffwechsel (die sie absolut liebt)

  • eine angepasste Fütterung, orientiert am Gesamtbild der Analyse

  • ergänzend eine lokale Pflege für die Haut

Alles war auf einen längeren Zeitraum ausgelegt. Es ging nicht darum, schnell etwas zu „korrigieren“, sondern dem System Zeit zu geben, sich zu regulieren.

Was sich verändert hat – und was nicht

Nach rund vier Monaten wurde eine Zwischentestung durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt war der starke Juckreiz deutlich zurückgegangen, Mähne und Schweifhaare waren erhalten geblieben. Sie hat sich im Sommer zum ersten Mal in ihrem Leben nicht blutig gekratzt.

Der Blähbauch ist weiterhin da, und wir arbeiten nun gezielt an diesem Thema weiter.

Ich sehe die Bioresonanz nicht als Allheilmittel. Für mich ist sie ein Werkzeug, das helfen kann, genauer hinzuschauen und Entscheidungen bewusster zu treffen. Gerade bei komplexen, chronischen Themen empfinde ich diesen Blick auf Zusammenhänge als wertvoll.

Dieser Erfahrungsbericht ist in Zusammenarbeit mit dem Tierheilkundezentrum Nehls entstanden. Wenn du selbst eine Bioresonanz-Haaranalyse für dein Pferd machen lassen möchtest, bekommst du 12 % Rabatt auf die Analyse sowie auf alle Produkte.

Rabattcode: 12Namia25

Ich teile diese Erfahrung, weil ich mir solche Einblicke selbst oft wünsche – nüchtern, ehrlich und ohne Versprechen, sondern als Einladung, genauer hinzuschauen.

Posted on January 8, 2026 .

Gedanken zur inneren Führung

oder: was passiert, wenn man sie ignoriert

Manchmal merke ich es erst im Nachhinein. Nicht im Moment selbst. Sondern später, wenn mir Dinge schwerer fallen als sonst. Wenn ich müder bin, obwohl objektiv gar nicht so viel los ist. Oder wenn ich mich frage, warum mir etwas, das ich eigentlich gerne mache, plötzlich Energie zieht.

Dann wird mir oft klar: Ich habe mich selber übergangen.

Nicht dramatisch. Nicht mit Ansage. Eher so im Alltag. Ein „Ich mache das jetzt halt noch“, obwohl innerlich schon lange ein Nein da war. Oder ein leises Gefühl von „eigentlich stimmt das für mich nicht mehr“, das ich wegschiebe, weil es gerade unpraktisch ist.

Jedes Mal, wenn ich meine innere Führung ignoriere, geht Energie verloren. Nicht schlagartig. Sondern langsam. Wie ein kleines Leck, das man lange übersieht.

Ich habe früher gedacht, innere Führung sei etwas Abgehobenes. Intuition, Bauchgefühl, solche Dinge. Heute erlebe ich sie viel nüchterner. Sie zeigt sich körperlich. Als Spannung. Als Müdigkeit. Als Widerstand. Oder als dieses klare Wissen, das sich nicht logisch erklären lässt, aber trotzdem da ist.

Interessant finde ich, dass genau das auch in vielen Büchern und Studien beschrieben wird. In The Body Keeps the Score schreibt Bessel van der Kolk darüber, wie der Körper alles speichert, was wir nicht ernst nehmen. Und Gabor Maté beschreibt in When the Body Says No, wie sehr Anpassung auf Kosten der eigenen Wahrheit Kraft kostet. Das hat mich weniger überrascht als bestätigt. Weil ich es kenne.

Was mir hilft, wieder näher an diese innere Führung zu kommen, ist erstaunlich unspektakulär.

Yoga zum Beispiel. Nicht als spirituelle Praxis, sondern ganz konkret. Ich merke im Yoga sehr schnell, ob ich mich zwinge oder ob ich bei mir bin. Der Körper reagiert sofort. Wenn ich über meine Grenzen gehe, wird der Atem flach. Wenn ich zu sehr will, wird es eng. Yoga bringt mich aus dem Kopf zurück in den Körper. Und dort ist diese innere Führung viel klarer spürbar als in jeder Pro-und-Contra-Liste.

Ähnlich erlebe ich es mit Pferden. Pferde lassen keine Ausreden gelten. Sie reagieren nicht auf das, was ich mir erzähle, sondern auf das, was da ist. Wenn ich innerlich nicht klar bin, wird es schwierig. Wenn ich präsent bin, wird es einfach. Diese Ehrlichkeit ist manchmal unbequem, aber sie bringt mich schneller zu mir zurück als jedes Gespräch.

Und dann ist da noch die Natur. Besonders der Wald. Ich habe lange nicht verstanden, warum Waldbaden so ein Thema ist. Heute verstehe ich es besser. Im Wald passiert etwas mit meinem Nervensystem. Ich werde ruhiger, ohne dass ich etwas tun muss. Gedanken verlieren an Dringlichkeit. Der Körper schaltet einen Gang runter. Studien zeigen, dass sich der Stresslevel messbar senkt – aber eigentlich spüre ich das auch ohne Studien.

Vielleicht ist das der gemeinsame Nenner von Yoga, Pferden und Natur: Sie holen mich raus aus dem Funktionieren. Sie verlangen nichts. Und genau dadurch wird wieder hörbar, was sonst untergeht.

Ich glaube nicht, dass man immer seiner inneren Führung folgen kann. Das Leben ist kein Wunschkonzert. Rechnungen wollen bezahlt werden, Verantwortung hört nicht einfach auf. Aber ich merke, dass es einen Unterschied macht, ob ich mich dauerhaft übergehe oder ob ich wenigstens wahrnehme, wo ich es tue.

Denn innere Führung zu ignorieren kostet Energie. Ihr zuzuhören kostet manchmal Mut. Aber langfristig fühlt es sich ehrlicher an.

Und vielleicht ist genau das der Punkt: nicht alles sofort ändern zu müssen, aber aufzuhören, sich selbst zu überhören.

Posted on January 4, 2026 .

Platz schaffen und helfen: Sachspenden für Pferde in Marokko

Achtung: Aktuell nehmen wir keine Sachspenden mehr an, sind aber sehr dankbar für Geldspenden, um den Transport aller Gegenstände nach Marokko bezahlen zu können.

Keine Lust, deine Sattelkammer aufzuräumen? Manchmal hilft der Gedanke, dass du damit jemandem – und ein paar Pferden – etwas Gutes tun kannst.

Im Januar planen wir wieder einen Transport von gut erhaltenem Pferdematerial nach Marokko. Dinge, die hier vielleicht nicht mehr gebraucht werden, können dort den Alltag von Pferden und Menschen spürbar verbessern.

Nach der Covid-Zeit haben wir Equi Evasion dabei unterstützt, ihre Ausrüstung Schritt für Schritt aufzubauen. Equi Evasion ist der Stall, mit dem wir seit 2016 für unsere Reiten & Yoga Retreats in Marokko zusammenarbeiten. Inzwischen tragen alle Pferde für die langen Ritte passende Sättel aus der Schweiz und aus Deutschland, kombiniert mit dicken, massgeschneiderten Pads, die direkt vor Ort gefertigt werden. Dieses Zusammenspiel aus Unterstützung von aussen und lokalem Handwerk freut uns besonders.

Der Stall wächst weiter – und damit auch der Bedarf. P.S. Wer den Stallbau unterstützen möchte, kann sich gerne bei mir melden für weitere Infos.

Zudem hilft Hassan regelmässig anderen Ställen und Pferdebesitzern in der Region, sodass die gespendeten Materialien nicht nur einem Ort zugutekommen, sondern mehreren Pferden ein besseres, pferdefreundliches Equipment ermöglichen.

Wenn du also Material hast, das gut erhalten ist, aber bei dir keine Verwendung mehr findet, freuen wir uns sehr, wenn du es weitergibst. Unten findest du eine Übersicht, was aktuell gebraucht wird – und was nicht.

Was wir aktuell gut brauchen können

  • Sättel (alle Richtungen; passend für Pony, Araber oder Cob – nicht zu breit, nicht zu lang)

  • Sattelpads und Schabracken

  • Sattelgurte aus Leder oder Neopren (keine Schnurgurte; kurz oder lang, bitte nicht zu lang)

  • Heunetze

  • Knotenhalfter (Pony, Araber, Cob)

  • Stallhalfter (Pony, Araber, Cob)

  • Lange Führstricke (ab ca. 3 m)

  • Vordergeschirre

  • Steigbügelleder

  • Steigbügel

  • Zaumzeug (Pony, Araber, Cob)

  • Zügel

  • Wassertrensen (nicht zu breit)

  • Sattelfelle

  • Reithelme (nur unfallfrei, ohne Sturz oder Schlag)

Was wir nicht benötigen

  • Decken

  • Ohrengarn

  • Gamaschen

  • Kurze Führstricke

  • Defektes oder nicht mehr funktionstüchtiges Material

Der Transport nach Marokko wird vom Verein Hand in Huf übernommen. Die Versandkosten innerhalb der Schweiz bitten wir dich selbst zu tragen.

Adresse für Sachspenden in der Schweiz:

Catherine Lippuner
Via Maistra 54
7525 S-chanf

Wenn du in Zürich wohnst oder dort etwas abgeben könntest, melde dich bitte bei mir – wir haben dort einen Sammelpunkt.

Auch in Deutschland gibt es eine Sammelstelle. Schreib mir gern für die genaue Adresse.

Falls du kein Material hast, uns aber trotzdem unterstützen möchtest, kannst du auch direkt an Hand in Huf spenden. Die Spende ist steuerbefreit. Alle Infos dazu findest du hier >>

Schon jetzt danke für jedes Weitergeben, Mitdenken und Unterstützen. Gemeinsam entsteht oft mehr, als man allein bewegen könnte.

Der Transport ist für Anfang Februar geplant. Bitte schick uns dein Material bis spätestens 30. Januar.

Posted on December 28, 2025 .

Was passiert ist, als ich drei Tage offline war

Was ich jetzt schreibe, wirst du vielleicht nicht verstehen. Entweder, weil du dir nicht vorstellen kannst, dass das für mich schwierig war, oder weil du dir nicht vorstellen kannst, das selbst zu tun.

Ich habe die letzten drei Tage ohne meinen Computer verbracht, grösstenteils auch ohne mein Handy und ganz bewusst ohne Instagram und ohne E-Mails. In den Wochen davor hatte ich immer stärker das Gefühl, dass sich meine Welt schneller dreht, als mir guttut, dass ich zwar viel mache, mich dabei aber zunehmend ineffizient fühle und dieses unterschwellige Gefühl von Dauerstress und Überforderung immer häufiger da ist, selbst dann, wenn objektiv eigentlich alles gut läuft.

Aus diesem Gefühl heraus habe ich mich entschieden, diese drei Tage wirklich als Pause zu nutzen und bewusst offline zu gehen, einfach als kleine Auszeit mitten im Alltag. Ganz ehrlich gesagt hatte ich davor einige Zweifel. Ich hatte Angst, dass ich innerlich unruhig sein würde, dass meine Gedanken ständig um Arbeit kreisen, dass ich meinen Computer vermisse oder mich dabei erwische, wie ich aus Gewohnheit doch wieder in meiner Inbox lande oder auf Instagram scrolle, etwas, das im normalen Alltag durchaus passiert, ohne dass ich es bewusst plane.

Nichts davon ist eingetreten. Ich hatte keinerlei Bedürfnis, mein Handy in die Hand zu nehmen, ausser um mich in der Stadt zu orientieren oder kurz etwas nachzuschlagen, und meine Bildschirmzeit war in diesen drei Tagen rund 75 Prozent niedriger als sonst. Das vielleicht überraschendste Learning für mich war, dass ich es überhaupt nicht vermisst habe, was mich ehrlich gesagt sehr gefreut hat, weil es mir gezeigt hat, wie sehr vieles davon reine Gewohnheit ist und wie wenig davon wirklich notwendig.

Was sich stattdessen eingestellt hat, war eine spürbare Entspannung im Kopf, kein spektakulärer Moment, sondern ein langsames Ruhigerwerden, als hätte mein Nervensystem verstanden, dass es gerade nichts leisten muss. Ich wurde gelassener, präsenter und habe nach diesen drei Tagen gemerkt, dass ich mich wieder auf meine Arbeit freue, nicht aus Pflichtgefühl oder Druck heraus, sondern aus echter Lust, wieder etwas zu bewegen. Für mich ist das ein sehr klares Zeichen von Erholung.

Als ich am vierten Tag wieder gearbeitet habe, war ich deutlich fokussierter, produktiver und weniger abgelenkt, Dinge gingen leichter von der Hand und fühlten sich weniger zäh an, und gleichzeitig habe ich gemerkt, dass die Welt in dieser Zeit nicht untergegangen ist. Alles lief weiter, ich habe alles gut aufgeholt und war einmal mehr dankbar für mein Team und dafür, dass meine Arbeit auch dann funktioniert, wenn ich nicht ständig erreichbar bin.

Dieses Erlebnis hat mir sehr deutlich gezeigt, dass ich mehr von diesen bewussten Auszeiten brauche und dass es vermutlich vielen Menschen ähnlich geht, auch wenn sie es sich im Moment vielleicht noch nicht vorstellen können. Wir sind extrem an unsere Arbeit und an unsere technischen Geräte gebunden, immer online, immer erreichbar, und oft glauben wir, produktiv zu sein, während wir innerlich permanent unter Spannung stehen. Ich habe das Gefühl, dass Offline-Zeiten in Zukunft nicht weniger, sondern immer wichtiger werden, nicht als Luxus, sondern als etwas, das notwendig ist, um langfristig gesund, klar und leistungsfähig zu bleiben.

Meine Erfahrung ist klar: Wirklich produktive und zufriedene Menschen sind diejenigen, die ihre Geräte immer wieder bewusst weglegen können, die Pausen zulassen und echte Unterbrechungen schaffen, während ständige Verfügbarkeit, permanentes Scrollen und dauerndes Reagieren viele Menschen immer ineffizienter, gestresster und auf Dauer auch kränker macht.

Genau deshalb lasse ich dieses Thema immer stärker in meine Retreats einfliessen. Bei den Reiten & Yoga Retreats gibt es bereits handyfreie Zeiten, zum Beispiel beim Essen und beim Yoga, um bewusst Räume zu schaffen, in denen man nicht erreichbar ist und nicht abgelenkt wird. Beim Horse Health Heal Retreat gehen wir noch einen Schritt weiter, denn dort gibt es die Möglichkeit, das Handy für die gesamten sechs Tage abzugeben und wirklich einmal komplett offline zu sein.

Sechs Tage ohne permanente Reize, dafür mit Yoga, Körperarbeit, Massagen, Pferden, Gemeinschaft und gutem Essen, eine Zeit, in der sich das System neu sortieren darf und Energie wieder aufgebaut wird, nicht als Rückzug von der Welt, sondern als Reset, um danach klarer, ruhiger und stabiler in den Alltag zurückzukehren.

Für den Horse Health Heal Retreat auf Ibiza haben wir aktuell noch zwei freie Plätze >>

Posted on December 18, 2025 .

Rauhnächte – warum diese Tage für viele gerade jetzt wichtig sind

Die Rauhnächte bezeichnen die Tage zwischen den Jahren, meist vom 24. Dezember bis zum 6. Januar oder von Silvester bis Dreikönig. Ursprünglich stammen sie aus mitteleuropäischen, vor allem bäuerlichen Traditionen. Es waren Tage, die im Jahreslauf eine besondere Stellung hatten. Die Ernte war abgeschlossen, die Arbeit ruhte, vieles lag still.

Diese Zeit war nicht dafür gedacht, Neues zu beginnen oder Pläne zu machen. Es ging eher darum, das Vergangene abzuschliessen, Ordnung zu schaffen und wahrzunehmen, was dieses Jahr geprägt hat. Nicht im Sinne von grossen Vorsätzen, sondern durch ehrliches Hinschauen: Was war stimmig? Was hat Kraft gekostet? Was möchte man so nicht mehr weiterführen?

Auch heute sprechen die Rauhnächte viele Menschen an, obwohl unser Alltag kaum noch mit dem von früher vergleichbar ist. Vielleicht gerade deshalb. Das Jahr endet oft dicht, voll und laut. Viele merken erst gegen Ende, wie viel sie getragen haben. Die Rauhnächte markieren einen Punkt, an dem man nicht sofort weitermachen muss, sondern stehenbleiben darf.

Für mich ist diese Zeit Ende Jahr ganz konkret mit Ausmisten verbunden. Ich gehe meinen Kleiderkasten durch, sortiere Kleidung aus, öffne Schubladen, die ich übers Jahr kaum beachte. Nicht alles auf einmal, sondern Schritt für Schritt. Über Monate sammelt sich einiges an, Dinge, die man nicht mehr braucht, die aber trotzdem Platz einnehmen. Ich mag dieses Aufräumen zum Jahresende sehr.

Der Dezember ist für mich generell ein ruhiger Monat. Ich habe bewusst keine Reiten & Yoga Retreats in dieser Zeit. Es ist der Moment im Jahr, in dem ich Zeit habe, Projekte aufzuräumen, Gedanken zu ordnen und Dinge zu erledigen, die übers Jahr liegen geblieben sind. Ich schaue mir an, was gut gelaufen ist, was sich richtig angefühlt hat und wo ich gemerkt habe, dass etwas nicht mehr passt.

Letztes Jahr war ich in dieser Phase zum Beispiel im Mandali Retreat Center. Nicht, um etwas zu verändern oder zu verbessern, sondern um Abstand zu gewinnen und zurückzublicken. Solche Orte helfen mir, aus dem eigenen Alltag herauszutreten und klarer zu sehen, ohne gleich handeln zu müssen. Den entsprechenden Blogpost dazu habe ich damals auch hier geteilt.

Diese Zeit nutze ich oft, um mir meine Ziele und Visionen für das kommende Jahr aufzuschreiben. Nicht als feste Vorgaben, sondern als Orientierung. Ich finde es sehr wertvoll, dafür wirklich Zeit zu haben, statt diese Gedanken zwischen Termine und Verpflichtungen zu schieben.

Natürlich weiss ich, dass der Dezember für viele genau das Gegenteil ist. In manchen Berufen ist es die intensivste Zeit des Jahres. Und Weihnachten und Neujahr sind auch Momente, in denen viele Menschen Zeit haben, sich zu sehen. Das gehört dazu. Es geht nicht darum, alles ruhig oder leer zu machen.

Vielleicht geht es eher darum, den eigenen Kalender nicht komplett zu füllen, wenn es irgendwie möglich ist. Kleine Freiräume zu lassen. Zeit für sich einzuplanen, ohne dass sie einen Zweck erfüllen muss. Und wenn das Ende Jahr nicht geht, dann vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt. Man kann auch mitten im Jahr einen Retreat einlegen oder bewusst einen Gang zurückschalten.

Die Rauhnächte stehen für mich genau dafür. Nicht für bestimmte Rituale und nicht für eine feste Zeitspanne, sondern für die Erinnerung, dass wir nicht immer schneller werden müssen. Dass es Phasen geben darf, in denen nichts optimiert werden muss.

Posted on December 15, 2025 .

Geschenkideen für Pferdemädchen & Yoginis

Ich bin kein grosser Fan von Schenken nur um des Schenkens willen. Aber manchmal hat man einen lieben Menschen, dem man eine Freude bereiten möchte. Und dafür habe ich dir sinnvolle Ideen gesammelt. Es sind Geschenke, über die sich Yoginis und Pferdemädchen freuen werden – inklusive Links, damit du alles entspannt von zu Hause aus bestellen kannst.


Reitponcho aus Island

Ein absoluter Favorit von mir sind die wunderschönen Reitponchos aus Island. Sie halten schön warm, sind ein echter Hingucker und werden in Island aus 100 % isländischer Wolle hergestellt. Es gibt sie in Rot, Grün und Braun. Den Poncho kann man nicht nur zum Reiten tragen, sondern auch bei Spaziergängen mit dem Hund; ebenso als Decke beim Savasana.

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Edelsteinmasken

Die Masken aus Amethyst, grünem Aventurin, Rosenquarz, weisser Jade, Tigerauge oder schwarzem Obsidian sind die Lieblinge bei meinen Retreats. Man kann sie fürs Savasana nutzen, beim Yoga Nidra oder einfach beim Entspannen auf dem Bett – für ein bisschen mehr Glamour im Leben.

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Pranamat

Jemand wünscht sich Entspannung? Dann kann ich dir die Pranamat empfehlen. Sie hilft beim Entspannen, bei Spannungskopfschmerzen und bringt ein gestresstes Nervensystem wieder ins Gleichgewicht. Die Matten sind aus Naturmaterialien gefertigt, und auch die Lotusblüten werden aus HIPS-Kunststoff hergestellt, der unter anderem für Medizinprodukte und Kinderspielzeug verwendet wird und als gesundheitlich unbedenklich gilt. Pranamat ECO-Produkte erfüllen die OEKO-TEX-Standards und sind hypoallergen. Mit dem Code REITENUNDYOGA bekommst du ausserdem 10 % Rabatt auf deinen Einkauf.

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Yogamatten und Props von Beyond

Für meine Schweizer Retreats verwende ich nur Yogamatten von Beyond. Sie werden fair und nachhaltig aus schadstofffreien Materialien hergestellt. Ausserdem sind alle Produkte wunderschön und qualitativ hochwertig. Es gibt nicht nur Yogamatten in verschiedenen Ausführungen, sondern auch Meditationskissen, Yoga-Bolster für Yin Yoga, Augenkissen und vieles mehr. Mit dem Gutschein-Code „Catherine Lippuner“ bekommst du 10 % Rabatt auf deinen Einkauf bei Beyond Yoga.

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Das Orakel der Krafttiere

Ein All-Time-Favorite bei meinen Retreats ist das Kartenset „Orakel der Krafttiere“. Schöne Zeichnungen und inspirierende Botschaften helfen in verschiedenen Lebenslagen.

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Bioresonanzanalyse und Produkte vom Tierheilkundezentrum Nehls

Es passiert immer wieder, dass ein Pferd oder ein Hund sich nicht ganz wohl fühlt oder ein Problem hat. Na’ima kämpft z. B. auch mit Sommerekzem und Verdauungsproblemen, weshalb wir uns für eine Bioresonanzanalyse bei Nehls entschieden haben. Mit dem Code „12Naima2025“ bekommst du 12 % auf die Bioresonanzanalyse wie auch auf alle anderen Produkte.

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Reiten & Yoga Gutscheine

Du bist unschlüssig? Dann lass die Person doch selbst entscheiden und schenke ihr einen Gutschein. Wir stellen ihn dir in beliebiger Höhe aus. Die schöne Geschenkkarte schicken wir entweder an dich zum Weiterverschenken oder direkt an die beschenkte Person. Die Gutscheine können für alle Reiten & Yoga Retreats verwendet werden.

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Gua Sha

Ein kleines Zeichen der Freundschaft: ein schöner Gua Sha, den man fürs Gesicht, den Körper oder auch zur Entspannung des Pferdes einsetzen kann. Die Gua Shas gibt es aus Rosenquarz, grünem Aventurin, weisser Jade, schwarzem Obsidian, Opalith, Amethyst und gelbem Calcit.

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Ich hoffe, ich konnte dich mit diesen Ideen etwas inspirieren!

Einen Bonus-Tipp habe ich noch: Wenn du einem kleinen Business eine Freude machen möchtest, bewerte es mit einer 5-Sterne-Bewertung auf Google, Facebook oder Tripadvisor. Ich bin mir sicher, sie werden sich sehr freuen. Sharing is caring!

Frohe Vorweihnachtszeit!

Posted on December 10, 2025 .

Do Nothing

Ich höre momentan Do Nothing von Celeste Headlee, und dieses Buch trifft einen Punkt, der in unserem Alltag oft untergeht. Headlee beschreibt sehr klar, wie wir in eine Kultur hineingeraten sind, in der Beschäftigtsein als Normalzustand gilt und in der wir Leistung ständig mit persönlichem Wert vermischen. Während ich zuhöre, merke ich, wie vertraut mir vieles davon ist. Nicht, weil ich es will, sondern weil ich über Jahre genau in diesem Muster gelebt habe (und manchmal auch immer noch lebe).

Was mir gefällt: Sie romantisiert Pausen nicht. Sie zeigt, wie sehr unser Nervensystem unter Daueranspannung steht, wenn wir keinen Raum lassen, in dem nichts passiert. Und sie zeigt auch, wie schnell wir anfangen, selbst die freien Momente zu optimieren – als müsste jede Minute messbar sein. Ich erkenne mich darin wieder. Ich war lange jemand, der dachte, dass ein voller Kalender Sicherheit bedeutet. Heute spüre ich eher, wie erschöpfend dieses Tempo ist.

Was ich spannend finde: Genau das, worüber Headlee schreibt, spielt in meinen Retreats eine grosse Rolle. Ich, aber auch alle Yoga-Lehrerinnen, die mit mir arbeiten, vermitteln immer wieder, wie wichtig es ist, Pausen einzulegen, innezuhalten und einmal ruhiger zu werden. Viele Retreats sind bewusst langsam, besonders die Reiten & Yoga Retreats mit viel Schritt. Und gerade dann kommen oft Themen hoch. Die Teilnehmerinnen sind lange mit sich selbst unterwegs, und viele merken, wie ungewohnt es geworden ist, einfach nur zu sein – mit dem Pferd, mit der Landschaft, mit der Stille –, ohne etwas leisten zu müssen oder ständig beschäftigt zu sein.

Ich sehe dieses innere Ringen häufig: der Wunsch, sich zu beschäftigen, obwohl der eigentliche Wert genau im Nichtstun liegt. Und trotzdem finde ich gerade diese Momente wichtig. Sie zeigen viel, sie öffnen etwas, und sie machen sichtbar, wie sehr wir uns an Tempo und Ablenkung gewöhnt haben. Ich merke, wie sich meine Retreats immer mehr in diese Richtung entwickeln. Weg von „höher, schneller, weiter“, hin zu mehr Klarheit, Raum und Einfachheit. Versteh mich nicht falsch: Ich bin ein grosser Fan von Tempo, und ich liebe unsere Retreats in Marokko. Aber auch dort gibt es unzählige Momente, in denen nichts passiert ausser Sein. Ich schätze unser Team dort sehr, weil die Mitarbeitenden Zeit haben. Zeit, um miteinander zu reden, um einen Witz zu machen, um präsent zu sein. Sie sind nicht gestresst, und das spürt man sofort.

Headlee bezieht sich auf Forschung aus Psychologie und Arbeitssoziologie, die klar zeigt, dass Pausen nicht das sind, was übrig bleibt, wenn alles erledigt ist, sondern die Grundlage dafür, dass wir überhaupt nachhaltig denken und handeln können. Trotzdem halten viele an der Idee fest, dass erst Leistung kommt und dann Erholung. Dieses Muster sitzt tief.

„Nichts tun“ klingt banal, ist aber in Wahrheit ein klarer Gegenentwurf zu dem, was wir gewohnt sind. Es bedeutet, die Lücken nicht sofort zu füllen. Es bedeutet, auszuhalten, dass man einmal nicht produktiv ist. Und es bedeutet auch, sich selbst wieder ernst zu nehmen.

Das Buch von Celeste Headlee kann ich dir empfehlen.

Den Link dazu findest du hier >>

Posted on December 8, 2025 .

Wie innere Ruhe die Kommunikation mit Pferden verändert

Dieser Gedanke von Mark Rashid begleitet mich schon lange: dass viele Menschen keinen Druck geben wollen, weil sie gelernt haben, dass Druck etwas Hartes oder Unangenehmes ist. Etwas, das leicht kippt. Etwas, das mit Ärger oder Kontrolle verbunden sein kann. Und genau deshalb entsteht dieses vorsichtige Zögern, das viele kennen. Man möchte etwas sagen, man möchte führen – und gleichzeitig zieht sich etwas im eigenen Körper zusammen, weil man Angst hat, in einen Ton zu fallen, den man selbst nicht mag.

Was mir immer wieder auffällt: Es ist selten der Druck selbst, der schwierig ist. Es ist der emotionale Hintergrund, der ihn verfärbt. Und diese Färbung spüren Pferde sofort, lange bevor sie überhaupt verstehen können, was wir wollen. Pferde lesen unseren Körper, unseren Atem, unsere innere Spannung. Sie orientieren sich an dem, was zwischen den Worten passiert. Und genau dort entsteht oft die Verwirrung – oder die Klarheit.

Wenn wir innerlich ruhig sind, fühlen Pferde sich sicher. Wenn wir angespannt sind, spüren sie das, auch wenn wir uns bemühen, langsam oder vorsichtig zu sein. Für Pferde zählt nicht, wie sanft eine Bewegung aussieht, sondern wie ruhig sie sich anfühlt. Und genau da liegt der Knackpunkt: Viele von uns verbinden Druck nicht mit Ruhe, sondern mit einem inneren Ort, den wir lieber vermeiden würden. Vielleicht, weil wir es früher so erlebt haben. Vielleicht, weil alte Muster noch im Körper stecken. Vielleicht einfach, weil wir Angst haben, etwas falsch zu machen.

Diese Unsicherheit zeigt sich dann oft als übervorsichtiges Handeln. Man wird so weich, dass keine Richtung mehr entsteht. Nicht, weil man achtsam sein möchte, sondern weil man sich selbst zurückhält. Und damit wird der Kontakt zum Pferd nicht leichter, sondern eigentlich schwieriger, weil die Orientierung fehlt. Pferde brauchen keine Perfektion. Sie brauchen Verlässlichkeit. Und Verlässlichkeit entsteht dort, wo jemand innerlich klar ist – nicht dort, wo jemand versucht, nichts falsch zu machen.

Genau hier setzt Rashids Gedanke an. Es geht nicht darum, Druck zu vermeiden oder zu dosieren wie eine Zahl auf einem Messgerät. Es geht darum, ihn aus einem Zustand heraus zu geben, der ruhig ist. Ein Zustand, in dem keine Geschichte mitläuft. Keine alte Anspannung. Kein innerer Widerstand. Druck wird dadurch nicht zu etwas „Feinem“ oder „Symbolischem“. Er bleibt das, was er ist: ein Teil der Kommunikation. Nur ohne zusätzliche Emotion.

Für mich ist das der Moment, in dem sich unterwegs mit Pferden am meisten verändert. Auf einem langen Ritt, in einer neuen Umgebung oder einfach im Alltag: Sobald man innerlich ankommt und klar wird, reagieren Pferde anders. Nicht, weil man weniger macht. Und nicht, weil man mehr macht. Sondern weil man es aus einem anderen Zustand heraus macht. Ein Zustand, der nicht gegen sich selbst arbeitet. Ein Zustand, der nicht angestrengt ist. Ein Zustand, der nicht versucht, etwas zu vermeiden.

Druck wird dann nicht zu einem „kleinen Impuls“, sondern zu einer klaren Handlung, die nicht mehr aufgeladen ist. Wenn man beispielsweise die Hand schliesst, den Körper ausrichtet oder etwas mehr Präsenz in die eigene Bewegung bringt, dann ist das keine Drohung, kein Test und kein Kommentar, sondern einfach eine Richtung. Eine Entscheidung. Etwas, das nicht hängen bleibt, sondern weiterfliesst, sobald das Pferd sich orientiert.

Und genau so erleben es Pferde auch: Sie spüren, ob etwas klar gemeint ist oder unsicher. Sie spüren, ob wir im Moment sind oder in unserem Kopf. Sie spüren, ob Druck etwas mit ihnen zu tun hat – oder mit uns.

Was mir daran so wichtig erscheint, ist die Verbindung zum eigenen Nervensystem. Yoga und das bewusste Arbeiten mit dem Körper haben mir gezeigt, wie sehr unsere innere Ruhe oder Unruhe jedes kleine Detail verändert. Wenn wir angespannt sind, wird jede Kleinigkeit schwer. Wenn wir ruhig sind, lösen sich viele Dinge von alleine. Und beim Reiten ist es genau gleich. Nicht, weil Pferde „sensibel“ sind, sondern weil sie ehrlich sind. Sie spiegeln, was da ist – nicht, was wir gerne hätten.

Am Ende geht es für mich nicht darum, Druck schönzureden oder zu vermeiden. Es geht darum, ihn so zu verwenden, dass weder Mensch noch Pferd das Gefühl haben, man müsse sich schützen. Druck ist ein Teil des Dialogs. Aber der Ton dahinter entscheidet, ob dieser Dialog anstrengend wird oder natürlich bleibt.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr merke ich, dass es oft gar nicht ums Reiten geht. Es geht darum, wie wir Entscheidungen treffen. Wie wir führen. Wie wir Grenzen setzen. Wie wir präsent bleiben, ohne hart zu werden. Und wie wir uns erlauben, klar zu sein, ohne in alte Muster zu rutschen.

Vielleicht ist das am Ende der Punkt: Klarheit entsteht nicht durch Technik, sondern durch innere Ruhe. Und wenn Druck nicht mehr mit Spannung verbunden ist, sondern mit Präsenz, dann verändert sich die ganze Beziehung – ohne dass man grosse Worte darüber verliert.

Posted on December 1, 2025 .

Warum Akzeptanz ehrlicher ist als Optimismus

Seit ein paar Jahren fällt mir immer wieder auf, wie sehr wir uns an positive Gedanken klammern, wenn es innerlich eigentlich eng wird. „Think positive“ – als wäre es ein Pflaster, das alles abdeckt, was wir im Moment nicht spüren möchten. In der Yogaszene sieht man das oft: viel Licht, viel Liebe, viel Lächeln. Und manchmal bleibt das Schwierige dann einfach irgendwo im Schatten stehen, schön verpackt, aber eben nicht gelöst.

Ich kenne das von mir selbst. Ich habe lange versucht, Dinge wegzudenken oder mir einzureden, dass es ja „eigentlich gut ist“. Rückblickend merke ich, wie oft ich in dieser Phase über meine eigenen Grenzen gegangen bin. Positive Gedanken fühlen sich angenehm an, aber sie sind nicht stark genug, um die Realität zu halten, wenn dahinter etwas anderes ruft. Und irgendwann kommt der Moment, in dem man versteht: Es gibt keine Abkürzung. Der einzige Weg ist durch das, was gerade da ist – nicht darum herum.

Manchmal zeigt sich das in kleinen Fragen, die leise im Hintergrund laufen: Was funktioniert gerade nicht? Was habe ich überhört? Wo tue ich so, als wäre alles gut, obwohl mein Körper längst protestiert? Diese Fragen stellen sich nicht, um uns fertigzumachen, sondern um uns wieder in Kontakt zu bringen. Sie holen uns zurück zu dem, was ehrlich ist.

Etwas, das oft auftaucht, wenn wir anfangen, auf uns selbst zu hören, ist Schuld. Schuld dafür, dass wir etwas für uns tun statt für andere. Schuld dafür, dass wir Grenzen setzen. Schuld dafür, dass wir nicht mehr alles erlauben – weder anderen noch uns selbst. Aber inzwischen sehe ich diese Schuld als Zeichen dafür, dass etwas in Bewegung kommt. Wir fühlen sie, weil wir uns aus alten Mustern lösen. Weil wir beginnen, für uns selbst einzustehen. Das fühlt sich zuerst ungewohnt an, aber es ist ein gutes Zeichen.

Auf unseren Reiten & Yoga Retreats erlebe ich das immer wieder. Menschen kommen an, oft müde, überfüllt, manchmal auch ein wenig verloren. Und im Rhythmus der Tage – zwischen Pferden, Natur, Gespräch und Stille – entsteht plötzlich Raum. Da wird nicht einfach über etwas drüber meditiert. Da wird nichts beschönigt. Stattdessen entsteht Akzeptanz: Die Fähigkeit, das anzuschauen, was gerade wirklich da ist. Nicht mehr und nicht weniger.

Vielleicht ist es genau das, was wir verlernen, wenn wir uns zu sehr an Positivität orientieren. Wir verlieren einen Teil unserer emotionalen Intelligenz. Wir sagen eines, fühlen aber etwas anderes. Wir halten unser Gesicht freundlich, obwohl unser Inneres eng ist. Wir verbessern unsere Worte, statt unseren inneren Kompass. Und irgendwann wissen wir nicht mehr genau, was echt ist und was wir uns eingeredet haben.

Es gibt einen Moment, in dem die Oberfläche nicht mehr trägt. Und genau dann beginnt etwas Neues. Wenn wir aufhören, uns selbst zu überlisten. Wenn wir durch das gehen, was weh tut, statt uns davor zu verstecken. Wenn wir nicht länger so tun, als wären wir schon „erleuchtet“, nur weil wir alles schönreden.

Ich glaube, echte Veränderung beginnt dort, wo wir uns wieder erlauben, ehrlich zu spüren. Da, wo wir verstehen, dass Akzeptanz nicht bedeutet, alles gut zu finden, sondern endlich aufzuhören, uns selbst aus dem Weg zu gehen. Und da, wo wir uns nicht mehr dafür entschuldigen, dass wir uns um uns selbst kümmern.

Posted on November 22, 2025 .

Du musst es selbst tun – aber du kannst es nicht alleine tun

Es gibt diesen Satz, der einen erst kurz stutzen lässt und dann genau ins Schwarze trifft: Du musst es selbst tun – aber du kannst es nicht alleine tun. Veränderung beginnt immer bei uns. Niemand kann fühlen, was wir fühlen, niemand kann für uns die Muster lösen, die uns seit Jahren begleiten. Und gleichzeitig brauchen wir Menschen, die neben uns stehen, die uns spiegeln, uns erinnern und den Raum offenhalten, bis wir selbst wieder klarer sehen. Genau deshalb gibt es unsere individuellen Reiten & Yoga Retreats auf San Jon mit Tanja. Sie sind keine Ferienwoche, sondern ein Ort, an dem man sich Zeit nimmt für das, was im Alltag oft untergeht: echte Wahrnehmung, ehrliche Begleitung und genügend Ruhe, um sich selbst wieder zu spüren.

Psychologie und Neurowissenschaften zeigen seit Jahren, wie stark wir auf Co-Regulation angewiesen sind. Dr. Kristin Neff beschreibt, wie Mitgefühl – sowohl das eigene als auch das, das uns begegnet – Veränderung erst möglich macht. Dr. Daniel Siegel betont in seiner Interpersonal Neurobiology, dass das Nervensystem sich an Beziehung orientiert und dort am ehesten lernt, neue Wege zu gehen. Und Gabor Maté schreibt in When the Body Says No, dass Heilung nur dann entsteht, wenn wir unser eigenes Erleben zulassen und es gleichzeitig in einem sicheren Rahmen halten können. Diese Mischung aus Selbstwahrnehmung und Begleitung ist das Fundament jeder echten Veränderung.

Auf San Jon entsteht genau dieser Raum. Yoga schafft eine Verbindung zum Körper, die im Alltag oft verloren geht. Die Weite der Berge bringt etwas zur Ruhe, das man mit Worten kaum greifen kann. Und die Pferde reagieren auf das, was wirklich da ist – nicht auf das, was wir nach aussen zeigen wollen. Mit Tanja hast du eine Begleitung, die sehr genau spürt, wo du stehst, ohne dich in eine bestimmte Richtung zu drängen. Ihr Coaching ist klar, bodenständig und fein zugleich. Es lässt Fragen auftauchen, auf die man im Alltag selten kommt, und es erlaubt Themen sichtbar zu werden, die man schon lange mit sich herumträgt. Die Pferde machen diesen Prozess ehrlich: sie zeigen dir, wo du festhältst, wo du beschleunigst, wo du dich zurückziehst. Yoga übersetzt es zurück in deinen Körper. Und im Coaching entsteht daraus ein Verständnis, das im eigenen Leben plötzlich Sinn macht.

Coaching wirkt, weil es dir hilft, deine eigenen Antworten zu finden, statt dir Lösungen von aussen überzustülpen. Forschung aus der Positiven Psychologie – etwa die Self-Determination Theory von Deci & Ryan – zeigt, wie stark Menschen wachsen, wenn Autonomie, Kompetenz und Verbundenheit zusammenkommen. Genau das passiert in einem individuellen Retreat: du triffst deine Entscheidungen selbst, du lernst dich und die Pferde besser lesen und gleichzeitig bist du nicht alleine mit dem, was sich zeigt.

Für unsere Zielgruppe – Menschen, die viel Verantwortung tragen, im Beruf, in der Familie oder im eigenen Anspruch an sich selbst – ist das besonders wertvoll. Viele funktionieren gut, oft zu gut. Was fehlt, sind Räume, in denen man nicht funktionieren muss. Orte, an denen man hinschauen darf, ohne bewertet zu werden, begleitet ohne gedrängt zu werden und verstanden ohne grosse Worte.

Und genau hier wird dieser Satz zu etwas, das man nicht nur versteht, sondern erlebt: Du musst es selbst tun – aber du kannst es nicht alleine tun. Ein Retreat auf San Jon ersetzt keine Lebensentscheidungen, aber es kann ein Anfang sein. Ein Anfang für mehr Klarheit, für eine stabilere Verbindung zu dir selbst und für den Mut, deinen eigenen Weg bewusster zu gehen.

Mehr Infos zu unseren individuellen Reiten & Yoga Retreats auf San Jon >>

Posted on November 16, 2025 .

Reiten und Yoga als Weg zur inneren Heilung

Reiten und Yoga können mehr verändern, als man von aussen sieht. Es ist nicht nur Bewegung, nicht nur Entspannung oder Zeit in der Natur. Es sind zwei Wege, die uns lehren, wieder zu spüren. Sie bringen uns zurück in den Körper, dorthin, wo jede Form von Heilung beginnt.

Viele Menschen merken erst im Sattel oder auf der Matte, wie viel Spannung sie mit sich tragen. Wie sehr der Atem flach geworden ist, wie automatisch sie funktionieren, ohne sich selbst wahrzunehmen. Im Zusammenspiel mit einem Pferd oder im stillen Atemrhythmus einer Yogastunde zeigt sich das, was lange übergangen wurde – und genau darin liegt die Kraft dieser beiden Praktiken.

Gabor Maté beschreibt in When the Body Says No, dass Krankheit oft dort entsteht, wo wir uns selbst verlassen. Wo wir Gefühle abspalten, um weiter zu funktionieren. Wo wir nicht mehr spüren dürfen, was uns eigentlich schmerzt. Der Körper aber vergisst nichts. Er trägt das Unausgesprochene weiter, bis er irgendwann spricht – über Müdigkeit, Verspannung, Entzündung oder innere Leere.

Reiten und Yoga sind kein Ersatz für Therapie. Aber sie schaffen einen Erfahrungsraum, in dem das, was im Inneren feststeckt, wieder in Bewegung kommen darf. Beim Reiten entsteht Verbindung nicht durch Kontrolle, sondern durch Präsenz. Ein Pferd folgt keinem Menschen, der sich selbst nicht spürt. Es reagiert auf den Zustand unseres Nervensystems – auf Druck, Anspannung, Unruhe oder Vertrauen. Wenn wir reiten, lernen wir, diesen inneren Zustand wahrzunehmen und zu regulieren. Wir atmen tiefer, werden klarer, ruhiger. Studien zeigen, dass sich Herzrhythmen von Mensch und Pferd angleichen können, wenn Vertrauen entsteht. Das Nervensystem findet über diese Co-Regulation zurück in Balance.

Im Yoga passiert Ähnliches. Die Bewegung öffnet Räume, der Atem bringt Bewusstsein dorthin, wo Spannung sitzt. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass regelmässige Yogapraxis die Aktivität des Parasympathikus stärkt, Stresshormone reduziert und die Herzfrequenzvariabilität verbessert. Der Körper lernt, zwischen Anspannung und Entspannung zu wechseln – etwas, das vielen Menschen nach Jahren des Dauerfunktionierens verloren gegangen ist.

Wir können nicht heilen, ohne zu wissen, was wir wissen, und ohne zu fühlen, was wir fühlen. Dieser Satz beschreibt das Wesen beider Wege. Beim Reiten wie im Yoga geht es nicht darum, etwas zu leisten, sondern ehrlich zu werden. Hinzuspüren, wo wir festhalten, wo wir uns schützen, wo wir weich werden dürfen. Heilung geschieht, wenn wir aufhören, zu verdrängen, und beginnen, wahrzunehmen – mit offenen Augen, ruhigem Atem und einem Körper, der wieder Vertrauen fasst.

Es ist kein lauter Prozess. Oft beginnt er in den kleinen Momenten: ein Atemzug, der tiefer wird. Ein Pferd, das sich entspannt. Eine Bewegung, die leichter wird, weil der Widerstand nachlässt. Heilung heisst nicht, dass alles verschwindet. Es heisst, dass wir wieder bei uns ankommen.

Posted on November 11, 2025 .

Gedanken, Gewohnheiten und Wandel

Wie Veränderung wirklich entsteht – im Leben, im Sattel, auf der Matte

Ein Gedanke ist nichts weiter als ein Impuls. Doch wenn wir ihn immer wieder denken, formt er sich zu etwas Beständigem – zu einer Überzeugung, einem Glaubenssatz. Und mit der Zeit sinkt er tiefer, bis er nicht mehr bewusst gedacht werden muss. Er wird zur Gewohnheit.

Neurobiologisch lässt sich das gut erklären: Wiederholte Gedanken aktivieren dieselben neuronalen Netzwerke im Gehirn, wodurch sich die Verbindungen zwischen den Nervenzellen verstärken. Dieses Prinzip nennt sich Hebb’sches Lernen – „Neurons that fire together, wire together“. Was wir also häufig denken, verankert sich im Gehirn. Es wird leichter abrufbar, automatischer, unbewusster. So entstehen Routinen – im Denken, Fühlen und Handeln.

Wenn wir eine Gewohnheit ändern möchten, reicht es deshalb selten, nur das Verhalten zu verändern. Der Ursprung liegt tiefer – in dem Gedanken, der das Verhalten auslöst.

Auch im Umgang mit Pferden begegnen uns diese Automatismen. Wir reagieren oft schneller, als wir denken können: ein kurzer Zug an den Zügeln, ein Anspannen des Körpers, ein angehaltener Atem. Diese Muster sind im Nervensystem gespeichert, gespeist von alten Erfahrungen und den Gedanken, die daraus entstanden sind – etwa „Ich verliere sonst die Kontrolle“ oder „Ich muss das halten“.

In dem Moment, in dem wir beginnen, unsere Reaktionen zu beobachten, öffnet sich ein Zwischenraum. Ein kleiner Moment zwischen Reiz und Reaktion. Genau dort liegt die Möglichkeit zur Veränderung. Wenn wir statt automatisch zu handeln, innehalten, atmen, wahrnehmen, was gerade in uns geschieht, verändert sich etwas. Wir beginnen zu verstehen, dass unser Pferd nicht auf unsere Worte reagiert, sondern auf unseren inneren Zustand – auf Spannung oder Ruhe, auf Vertrauen oder Kontrolle.

Genau diese Qualität des Beobachtens ohne zu werten lernen wir im Yoga. Durch die bewusste Verlangsamung entsteht Raum, wahrzunehmen, was ist. Wir spüren, wie sich Gedanken, Emotionen und Körperempfindungen gegenseitig beeinflussen. Vielleicht merken wir, dass wir in einer Haltung den Atem anhalten, sobald es anstrengend wird, oder dass wir innerlich hart werden, wenn etwas nicht so gelingt, wie wir es wollen. Yoga lädt uns ein, all das zu sehen – ohne es sofort zu verändern.

Dieses bewusste Wahrnehmen, ohne zu urteilen, ist der erste Schritt zu echter Veränderung. Denn erst wenn wir uns selbst beobachten können, erkennen wir, welche Gedanken und Gefühle unser Handeln lenken. Wir beginnen, uns unserer Muster bewusst zu werden. Und mit diesem Bewusstsein entsteht Wahlfreiheit. Wir können neu entscheiden – im Yoga, im Sattel, im Leben.

Studien zeigen, dass regelmässige Achtsamkeitspraxis die Aktivität des präfrontalen Cortex stärkt, also jener Hirnregion, die für Selbstregulation, Emotionskontrolle und bewusstes Entscheiden verantwortlich ist. Achtsamkeit ist somit kein „Zur-Ruhe-Kommen“, sondern eine Form von mentalem Training, die uns befähigt, das eigene Erleben zu beobachten, bevor wir reagieren.

Diese Fähigkeit ist nicht nur auf der Yogamatte wertvoll. Sie verändert, wie wir Pferden begegnen, wie wir kommunizieren, wie wir atmen, wenn Spannung aufkommt. Wer lernt, die eigenen Gedanken und Körperreaktionen zu sehen, statt sie automatisch auszuleben, beginnt, sich innerlich zu beruhigen. Und diese Ruhe überträgt sich.

Veränderung ist kein Akt des Willens, sondern ein Prozess der Neuroplastizität – die Fähigkeit des Gehirns, sich durch neue Erfahrungen zu verändern. Je häufiger wir also einen neuen Gedanken bewusst denken, ihn fühlen und verkörpern, desto stärker wird die neue Verbindung im Gehirn. Genau deshalb sind Präsenz, Achtsamkeit und Wiederholung so kraftvoll.

  • Wenn wir beim Reiten nicht sofort korrigieren, sondern wahrnehmen.

  • Wenn wir auf der Matte nicht sofort weiterdrängen, sondern atmen.

  • Wenn wir im Alltag nicht sofort reagieren, sondern kurz innehalten.

Dann beginnen sich neue Bahnen zu formen. Alte Muster verlieren an Kraft. Und in der Stille zwischen zwei Gedanken entsteht etwas Neues – Bewusstsein.

Veränderung beginnt mit einem Gedanken.

Und sie bleibt, wenn wir ihn wahrnehmen, fühlen und wiederholen – bis das Neue selbstverständlich geworden ist.

Posted on November 6, 2025 .

Reiten in Marokko – was du wirklich können solltest

Unsere Reiten & Yoga Retreats in Marokko sind etwas Besonderes – Wüste, Meer, Sonne, Pferde. Es ist ein Stück von „Tausendundeiner Nacht“. Immer wieder werde ich gefragt, wie gut man reiten können muss, um dabei zu sein. Denn dieser Retreat ist für fortgeschrittene Reiter*innen ausgeschrieben – und das hat gute Gründe.

„Fortgeschritten“ ist natürlich ein dehnbarer Begriff. Was mir wichtig ist: dass jede Gruppe harmonisch ist. Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie enttäuschend es sein kann, wenn ein Ausritt für geübte Reiter ausgeschrieben ist, und dann alles im Schritt stattfindet, weil jemand unsicher ist. Das ist unfair für alle – für die, die gerne reiten möchten, und auch für jene, die sich überfordert fühlen.

Darum frage ich bei der Anmeldung keine Hufeisen oder Sterne ab, sondern bitte jede Teilnehmerin, mir in zwei bis drei Sätzen zu beschreiben, wie sie reitet. Nach über zwölf Jahren Retreat-Erfahrung habe ich ein gutes Gespür dafür entwickelt, herauszulesen, ob jemand wirklich sattelfest ist – oder ob ein anderer Retreat besser passen würde.

Aber was heisst das nun konkret für Marokko?

Marokko ist ein freies Land, auch was das Reiten betrifft. Die Pferde – edle Araber-Berber-Hengste, teils ehemalige Rennpferde – haben viel Energie und lieben das Gelände. Wir reiten oft am Meer entlang, über lange Sandstrände, und ja, da wird auch galoppiert. Teilweise richtig schnell. Ein Pferd, das wir gemessen haben, lief am Strand 54 km/h.

Natürlich steht Sicherheit an oberster Stelle – und das seit acht Jahren ohne einen einzigen Unfall in Marokko. Doch Sicherheit entsteht auch durch Können, Präsenz und Vertrauen ins eigene Reiten. Es ist wichtig, dass du sattelfest bist, regelmässig reitest, keine Mühe mit Tempo hast und ruhig bleibst, wenn ein Pferd einmal zur Seite springt oder etwas lebhafter wird.

Unsere Ritte sind dynamisch. Es wird nicht jedes Mal angekündigt, wann wir traben oder galoppieren – der Guide spürt die Gruppe, schaut, ob alle bereit sind, und dann geht es los. Es braucht also Aufmerksamkeit, Selbstvertrauen und die Fähigkeit, mitzufliessen.

Auch sonst ist dieser Retreat etwas für Naturmenschen. Zwei Nächte verbringen wir draussen im Camp – ein Hauch von Glamping mitten in der Natur. Wir schlafen in grossen Zelten mit Matratzen, Decken und Kissen. Es gibt ein Toilettenzelt, liebevoll zubereitetes Essen, Tee am Feuer und den Sternenhimmel über uns. Wir haben all diesen Komfort – und doch ist es und bleibt es campieren. Ein echtes Naturerlebnis, ohne Filter, aber mit allem, was man braucht.

Davor und danach wohnen wir in sorgfältig ausgewählten 4-Sterne-Riads, um anzukommen und nach dem Ritt wieder zur Ruhe zu kommen.

Wenn du beim Lesen innerlich spürst: Ja, das bin ich – dann ist dieser Retreat für dich.

Wenn du hingegen noch zögerst oder dich fragst, ob du gut genug reitest, ist das oft schon ein Zeichen, dass dieser Ritt vielleicht zu fordernd ist. Aber keine Sorge: Wir bieten viele verschiedene Retreats an – von sanften Einstiegen bis zu abenteuerlichen Langstreckenritten.

Wenn du dir unsicher bist, melde dich gerne. In einem kurzen Gespräch finden wir gemeinsam heraus, welches Retreat wirklich zu dir passt.

zu unseren Marokko Retreats
Posted on October 29, 2025 .

Mentale Stärke im Sattel – 10 Wege zu mehr innerer Balance beim Reiten

Reiten ist weit mehr als Technik, Kondition und Körpergefühl. Es ist eine innere Haltung. Denn oft scheitern wir nicht an der körperlichen, sondern an der mentalen Seite. Wir kümmern uns um den Sattel, den Hufschmied, das richtige Futter und den nächsten Trainingsschritt – aber vergessen dabei manchmal uns selbst. Dabei beginnt gutes Reiten genau hier: in uns.

Mentale Stärke ist kein starres „Funktionieren“, sondern die Fähigkeit, auch in schwierigen Momenten ruhig, klar und verbunden zu bleiben. Sie wächst mit Erfahrung, Achtsamkeit – und mit Bewusstsein dafür, was in uns passiert.

Hier findest du zehn Wege, wie du deine mentale Stärke als Reiter*in vertiefen kannst.

1. Angst verstehen statt verdrängen

Angst gehört zum Reiten – jede*r kennt sie. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen. Visualisierung, Atemübungen oder bewusste Gedanken können helfen, die Kontrolle zurückzugewinnen. Angst ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Einladung, Vertrauen aufzubauen – zu dir selbst und zu deinem Pferd.

2. Selbstvertrauen aufbauen

Pferde brauchen Sicherheit, und sie spüren, ob wir sie ausstrahlen. Vertrauen wächst nicht über Nacht. Es entsteht durch kleine Schritte, klare Ziele und echte Erfolge. Nimm dir Zeit, feiere Fortschritte – und lerne, dich selbst als verlässliche Partnerin deines Pferdes zu sehen.

3. Präsenz üben

Mentale Stärke heisst, ganz da zu sein. Nicht beim nächsten Termin oder in alten Gedanken. Beim Reiten bedeutet das, die Sprache deines Pferdes wahrzunehmen: Atmung, Rhythmus, Spannung, Blick. Ein paar tiefe Atemzüge, ein inneres Zurückkehren ins Jetzt – und plötzlich wird alles klarer, einfacher, weicher.

4. Vorbereitung als Ritual

Oft steigen wir in den Sattel, noch halb im Alltag. Dabei beginnt das Reiten schon am Boden. Ein bewusstes Putzen, ein kurzes Dehnen, Musik oder Stille – was auch immer dir hilft, anzukommen. Diese Minuten schaffen Verbindung und Ruhe, bevor du aufsteigst.

5. Freundlich mit dir selbst sprechen

Was du über dich denkst, formt, wie du reitest. Negative Gedanken schwächen, genauso wie Anspannung oder Selbstkritik. Versuch, deine innere Stimme bewusst zu verändern: „Ich darf lernen. Ich bin ruhig. Ich wachse mit jedem Ritt.“ Es klingt einfach – aber es verändert alles.

6. Visualisieren

Bevor du reitest, stell dir vor, wie es sich anfühlen soll. Nicht im Sinne von Kontrolle, sondern als mentale Vorbereitung. Sieh dich in harmonischem Gleichgewicht, spür den Atem deines Pferdes, die Bewegung, den Takt. So trainierst du dein Nervensystem auf Ruhe und Klarheit.

7. Realistische Erwartungen

Manchmal wollen wir zu viel – und vergessen, dass Lernen Zeit braucht. Setz dir erreichbare Ziele, teile sie in kleine Schritte und freu dich über jedes Stück Entwicklung. Auch Rückschritte gehören dazu. Wenn du sie als Teil des Weges annimmst, bleibst du motiviert – und dein Pferd spürt diese Gelassenheit.

8. Offen bleiben

Reiten ist ein lebenslanges Lernen. Niemand hat „die“ Wahrheit. Hör zu, beobachte, lerne – von Trainerinnen, Hufschmiedinnen, Tierärzt*innen, von deinem Pferd. Ein offener Geist ist stärker als jeder feste Plan.

9. Vertrauen entwickeln

Vertrauen beginnt mit dir. Du kannst viele Meinungen hören, aber am Ende triffst du die Entscheidungen für dich und dein Pferd. Spür hin, was sich richtig anfühlt. Das ist kein esoterischer Rat, sondern gelebte Verantwortung. Vertraue deiner Wahrnehmung – sie ist dein Kompass.

10. Widerstandskraft stärken

Nicht jeder Tag im Stall ist leicht. Verletzungen, Rückschritte, Unsicherheiten – sie gehören dazu. Mentale Stärke bedeutet, dranzubleiben, auch wenn es unbequem wird. Jede Herausforderung, die du überstehst, macht dich klarer, geduldiger, menschlicher – und zu einer besseren Reiterin.

Mentale Stärke wächst über die Zeit. Sie zeigt sich nicht in perfekten Ritten, sondern in der Art, wie du atmest, wenn etwas nicht klappt. In der Ruhe, die du bewahrst, wenn dein Pferd sich verspannt. Und in der Bereitschaft, immer wieder neu zu beginnen.

Denn Reiten ist kein Wettkampf mit dir selbst. Es ist ein Weg der Verbindung – mit deinem Pferd, mit deinem Körper, mit deinem inneren Gleichgewicht.

Posted on October 20, 2025 .

Die Sehnsucht nach Freiheit – und was sie dem Pferderücken zumutet

Es ist ein Bild, das sich tief eingebrannt hat in das kollektive Reiterinnen-Herz: Die Haare im Wind, kein Sattel, kein Zaumzeug – nur du, das Pferd und die Weite. Auf Social Media ist diese Vorstellung längst zum Sinnbild einer neuen Reitkultur geworden, in der Freiheit, Verbindung und Natürlichkeit im Vordergrund stehen. Auch bei unseren Retreats höre ich oft davon. „Ich bin auch mal ohne Sattel geritten“, erzählen Teilnehmerinnen, nicht selten mit leuchtenden Augen. Und ja – es fühlt sich leicht an, wild, ursprünglich. Zumindest für uns.

Doch was für den Menschen nach Losgelöstheit klingt, kann für das Pferd eine stille Überforderung sein.

Wenn du gerade sitzt, lade ich dich zu einer kleinen Übung ein: Forme mit deinen Händen vor dir eine Schale – und setz dich behutsam hinein. Was du sofort spürst, sind zwei spitze Punkte an deinem Gesäss. Deine Sitzbeinhöcker. Sie tragen dich beim Sitzen, sie geben deinem Körper Halt. Doch genau diese beiden kleinen Flächen treffen – wenn du ohne Sattel reitest – direkt auf den Rückenmuskel deines Pferdes. Dort, wo sich die langen Rückenmuskeln befinden, die sogenannten epaxialen Muskeln, die das Reitergewicht tragen – oder besser gesagt: aushalten müssen.

Die Forschung zeigt inzwischen deutlich, was dabei passiert. In einer viel zitierten Studie von Clayton et al. (2013) wurde mit sensiblen Druckmesssystemen untersucht, wie sich Reiten mit und ohne Sattel auf die Druckverteilung auswirkt. Das Ergebnis ist eindeutig: Ohne Sattel entstehen fokale Druckspitzen, insbesondere genau dort, wo unsere Sitzbeinhöcker aufliegen – im empfindlichen Bereich der epaxialen Muskulatur. Die Kontaktfläche ist deutlich kleiner, der Druck somit konzentrierter – und obwohl die gemessene Gesamtbelastung niedriger erscheint, ist gerade dieser punktuelle Druck kritisch. Die Forscher*innen sprechen von erhöhtem Risiko für muskuläre Schäden, insbesondere dann, wenn der Reitersitz instabil ist oder das Pferd ohnehin empfindlich im Rücken reagiert.

Auch eine aktuellere Analyse aus dem Jahr 2021 kommt zu ähnlichen Schlüssen: Bareback-Reiten – also das Reiten ohne Sattel – führe oft zu einer schlechten Gewichtsverteilung, die den Druck entlang der Wirbelsäule ungleichmässig und belastend auf bestimmte Zonen konzentriert. Vor allem bei untrainierten Reiter*innen oder in dynamischen Gangarten kann das zu Verspannungen, Schmerzen oder langfristigen Problemen führen.

Es geht hier nicht um ein Verbot. Auch ich liebe es, bewusst und verbunden mit dem Pferd zu arbeiten – manchmal ohne Zaum, ohne Sattel, mit nichts als Vertrauen zwischen uns. Doch diese Momente sind achtsam gewählt, kurz gehalten, eingebettet in ein Wissen um Biomechanik, Muskelstruktur und Erholung.

Denn: Freiheit bedeutet nicht, dass wir alles weglassen, was schützt. Freiheit entsteht dort, wo Verantwortung mitspielt. Und wo wir bereit sind, hinzuschauen, was unser Wunsch nach Leichtigkeit beim anderen Wesen auslöst.

Was ist mit Steigbügeln an Pads oder Lammfellsätteln?

Diese Kombination wirkt auf den ersten Blick praktisch – aber biomechanisch ist sie heikel. Pads haben keine stabilisierende Baumstruktur, keine Kammer und keine gepolsterten Kissen. Wenn man daran Steigbügel befestigt, wird der Zug aus dem Bügel direkt über das Pad auf den Pferderücken übertragen – genau dort, wo der Steigbügelriemen befestigt ist. Das liegt in der Regel im Bereich der Brustwirbelsäule, also unterhalb des Reiters, seitlich der Wirbelsäule.

Die Folge: punktuelle Druckspitzen an diesen Befestigungspunkten, vor allem dann, wenn das Pad weich oder instabil ist. Anders als bei einem gut sitzenden Sattel mit festem Baum fehlt hier jede Struktur, um diesen Zug abzufangen oder zu verteilen. Die Lendenregion ist davon nicht direkt betroffen, weil sich dort keine Steigbügelbefestigungen befinden – aber die sensiblen langen Rückenmuskeln im mittleren Rückenbereich stehen unter direkter Belastung.

Auch wenn es visuell nach Freiheit aussieht – biomechanisch entsteht eine Belastung, die weder vom Pferderücken noch vom Pad abgefangen wird. Deshalb gilt: Wer mit Pad reitet, sollte dies konsequent ohne Steigbügel tun. Dein Gleichgewicht wird dabei feiner, dein Sitz unabhängiger – und dein Pferd bleibt geschützt.

Was du stattdessen tun kannst – sanfte Wege zur Freiheit

  • Nutze ein gut gepolstertes, anatomisch geformtes Reitpad, das für diese Art des Reitens gemacht ist. Es sollte den Druck mildern, nicht nur dekorativ sein. Besonders dünne Decken oder Freizeit-Pads verteilen das Gewicht kaum und erhöhen das Risiko von Druckspitzen.

  • Reite ohne Steigbügel, wenn du mit Pad oder Lammfellsattel unterwegs bist. Das schult nicht nur dein Gleichgewicht, sondern verhindert auch punktuelle Belastung durch die Bügelbefestigung.

  • Begrenze die Dauer solcher Einheiten. Wenige Minuten im Schritt, auf einem gesunden, gut bemuskelten Pferd, können wertvoll sein. Längere Strecken oder gar Galopaden ohne Sattel sind biomechanisch schwer zu verantworten – selbst wenn sie sich für den Menschen frei anfühlen.

  • Trainiere deinen Sitz gezielt, auch abseits vom Pferd: Yoga, Pilates, Übungen auf dem Balancekissen – all das stärkt deine Körperwahrnehmung und lässt dich im Sattel (mit oder ohne) feiner mitschwingen.

  • Achte auf dein Pferd. Seine Rückmeldung ist oft leise, aber ehrlich: Verspannungen, Wegdrücken des Rückens, Taktunreinheiten oder verändertes Verhalten beim Aufsteigen können Hinweise sein, dass etwas zu viel war.

Vielleicht ist es das, was uns die Pferde immer wieder lehren: dass echte Verbindung nicht dort beginnt, wo alles frei und leicht aussieht, sondern dort, wo wir bereit sind, Verantwortung zu tragen – für unseren Körper, für unsere Bewegungen, für die Gesundheit des anderen.

Posted on October 12, 2025 .

Menfi – der stille Geheimtipp an Siziliens Südwestküste

Menfi liegt abseits der bekannten Touristenpfade – im Südwesten Siziliens, dort, wo die Sonne abends im Meer versinkt und das Licht die Landschaft in warme Goldtöne taucht. Zwischen Reben, Olivenhainen und langen, hellen Sandstränden zeigt sich hier ein Sizilien, das leiser ist. Ursprünglich. Nah an der Natur.

Ich durfte ein paar Tage im Ferienhaus von Marella und Corada verbringen. Die beiden haben neben ihrem Landhaus in der Nähe von Prizzi – wo wir bei unseren Retreats jeweils zum Mittagessen einkehren – auch dieses Haus in Menfi. Es liegt leicht erhöht mit Blick aufs Meer und bietet Zugang zu einem kleinen, privaten Strand, den man in drei Minuten zu Fuss erreicht.

Das Städtchen Menfi selbst ist ruhig und eher unauffällig. Wer nach Postkartenmotiven sucht, wird sie hier kaum finden. Aber wer bereit ist, ein wenig genauer hinzuschauen, entdeckt einen Ort mit ganz eigenem Rhythmus – geprägt von Landwirtschaft, Weinkultur und der Nähe zum Meer.

Besonders schön ist der Abschnitt beim Insula Beach Club, der zum bekannten Weingut Planeta Estate gehört. Dort führt ein kleiner Weg direkt an den Strand. Es ist ein langer, feinkörniger Küstenabschnitt mit Liegen, einer kleinen Strandbar und ruhiger Atmosphäre. Anfang Oktober ist es angenehm warm, das Meer sanft, die Strände fast leer – ideale Bedingungen für ein paar stille Stunden am Wasser, mit sanftem Wind und weitem Blick.

Planeta – Wein, Küche und Gastfreundschaft

Planeta ist weit über Sizilien hinaus bekannt. In Menfi betreibt das Weingut nicht nur grossflächigen Weinbau, sondern auch zwei stilvolle Unterkünfte: das Country House und La Foresteria.

La Foresteria ist ein elegantes Wine Resort mit Blick über die Reben bis zum Meer. Die Küche ist lokal, das Ambiente ruhig, die Atmosphäre gepflegt, aber unaufgeregt. Auch als Tagesgast kann man hier essen oder an einer Weinverkostung teilnehmen.

Das Country House, etwas einfacher, liegt ebenfalls wunderschön inmitten der Weingärten – es ist die letzte Unterkunft auf dem Rotta del Vino Ritt, einer fünftägigen Reittour durch das sizilianische Hinterland.

Kleine Ausflüge in der Umgebung

Von Menfi aus ist man in kurzer Zeit in Sciacca – einem Küstenstädtchen mit Hafen, engen Gassen, einer lebendigen Altstadt und der für die Region typischen Keramikkunst. Die Stadt liegt terrassenartig über dem Meer und lädt ein zu einem entspannten Spaziergang durch verwinkelte Strassen.

Ebenfalls gut erreichbar sind die Tempel von Selinunte. Sie gehören zu den eindrucksvollsten archäologischen Stätten Siziliens. Das Areal ist weitläufig, die Tempel sind unterschiedlich gut erhalten – manche rekonstruiert, andere wie umgestürzte Zeitzeugen in der Landschaft verteilt. Besonders ist die Lage direkt am Meer: Während man zwischen dorischen Säulen spaziert, weht ein leichter Wind vom Wasser herüber. Licht und Weite geben dem Ort eine fast meditative Stimmung. Besonders schön fand ich das kleine Café bei der Akropolis – dort kann man sich ein Eis holen und auf der Terrasse an den Tischen aufs Meer schauen.

Ein Ort für Ruhesuchende

Menfi ist kein klassischer Ferienort. Wer Trubel sucht, ist hier falsch. Wer aber einen Platz sucht, um abzuschalten, barfuss am Strand zu gehen, in einem einfachen Restaurant gut zu essen oder lokale Weine zu probieren, findet hier genau das. Und wer sich auf die Umgebung einlässt, entdeckt stille Schönheit – ganz ohne Inszenierung.

Erwähnte Orte & Links

Cinnamon, Ferienhaus von Marella & Corada

https://www.thethinkingtraveller.com/italy/sicily/villas/cinnamon
→ kostengünstiger mieten kannst du die Villa Cinnamon, wenn du dich direkt bei Marella meldest via Email oder per WhatsApp

Website Planeta (Übersicht Weingut & Hospitality)

https://www.planeta.it

Insula Beach Club (Planeta Estate)

https://www.planetaestate.it/hospitality/insula-beach-club

Planeta La Foresteria

https://www.planetaestate.it/hospitality/la-foresteria-menfi

Planeta Country House (letzte Unterkunft der Rotta del Vino)

https://www.planetaestate.it/hospitality/country-house-menfi

Stadt Sciacca

https://www.visitsciacca.com

Tempel von Selinunte (Parco Archeologico di Selinunte)

https://www.parcoselinunte.it

Posted on October 5, 2025 .

Warum es sich lohnt, den „Frosch“ gleich am Morgen zu schlucken

Bei mir ist die Energie am Morgen am grössten. Ich denke klarer, habe Kraft, Dinge umzusetzen, die mir wichtig sind. Dazu habe ich schon einmal einen Text geschrieben – lies gern auch meinen Blogpost Zwischen Klarheit und Kaffee, Gedanken über Morgenroutinen. Und trotzdem ertappe ich mich oft dabei, dass ich am liebsten trödeln würde. Ein bisschen durch Instagram scrollen, ein wenig herumsurfen, mich ablenken lassen. Doch ich weiss: genau diese ersten Stunden sind entscheidend. Wenn ich sie verschwende, ist die Energie für den ganzen Tag anders – zerstreut, brüchig, irgendwie kaputt.

Deshalb beginne ich inzwischen bewusst mit dem, was mir am schwersten fällt. Das neue Programm, das endlich geplant werden will. Eine Aufgabe in der Buchhaltung, die nicht warten kann. Oder die Überlegung, wie ich jemanden neu einarbeite. Gerade am Morgen, wenn mein Kopf am klarsten ist, widme ich mich diesen Dingen. Es fühlt sich an wie ein Berg, den ich besteige, noch bevor der Tag richtig begonnen hat – und genau dadurch wird der Rest des Tages leichter.

Ich habe einmal einen Text gelesen, der „Swallow the Frog“ hiess. Mark Twain soll gesagt haben, wenn man einen Frosch essen müsse, solle man das gleich am Morgen tun. Gemeint ist: die unangenehmste, wichtigste Aufgabe zuerst. Danach kann nichts Schlimmeres mehr kommen, und der Rest des Tages liegt freier vor dir.

Leo Babauta spricht in seinem Blog Zen Habits von den MITs, den most important tasks. Er empfiehlt, sich jeden Abend drei dieser Aufgaben zu notieren. Drei Dinge, die dich deinem Ziel wirklich näherbringen. Vielleicht ist es der Lauf am Morgen, weil du fitter werden willst. Vielleicht der nächste Schritt in einem Projekt. Vielleicht ein Telefonat, das du schon lange vor dir herschiebst. Es sind selten die Dinge, auf die man Lust hat, aber es sind die, die dich wachsen lassen.

Die Psychologie bestätigt das. Willenskraft ist keine unerschöpfliche Ressource. Roy Baumeister hat dafür den Begriff ego depletion geprägt: je mehr Entscheidungen wir im Laufe des Tages treffen, desto erschöpfter wird unsere innere Kraft, schwierige Aufgaben anzupacken. Am Morgen sind die Reserven noch gefüllt. Wer diese Zeit für das Wesentliche nutzt, baut eine Struktur, die trägt.

Es geht weniger um Motivation als um Systeme. James Clear beschreibt in Atomic Habits, dass wir nicht auf das Level unserer Ziele steigen, sondern auf das Level unserer Gewohnheiten fallen. Wenn es zur Routine wird, den Tag mit dem Wichtigsten zu beginnen, ist kein ständiger Kraftakt mehr nötig. Es wird zum selbstverständlichen Schritt in den Tag.

Wenn du es ausprobierst, wirst du merken, wie viel Energie frei wird. Mach dir am Abend eine kurze Liste deiner MITs. Starte den Tag ohne Handy. Nimm die grösste Aufgabe zuerst. Spüre, wie du danach mehr Selbstvertrauen hast, weil du dich selbst nicht im Stich gelassen hast. Spüre, wie viel leichter die kleineren Dinge fallen, wenn das Schwerste schon getan ist.

Für mich ist es zu einem stillen Ritual geworden. Ein Kaffee, ein Moment der Klarheit, und dann der erste Schritt in das, was wirklich zählt. So beginne ich den Tag mit einem Gefühl von Richtung und Stärke. Und am Abend, wenn ich zurückblicke, weiss ich: ich bin weitergekommen. Nicht weil ich alles geschafft habe, sondern weil ich das Wesentliche zuerst getan habe.

Wer tiefer eintauchen möchte, findet Inspiration in diesen Büchern:

Posted on September 29, 2025 .

Zwischen Push-Nachricht und Sattelkammer – wie Fokus dein Leben verändert

Manchmal merken wir es kaum. Wir sitzen am Laptop, beantworten gerade eine E-Mail, da ploppt eine Nachricht auf dem Handy auf. Gleichzeitig läuft Musik im Hintergrund, draussen redet jemand laut, ein Kollege stellt eine Frage. Und plötzlich wissen wir nicht mehr, was wir eigentlich gerade machen wollten. Unser Geist springt. Immer und immer wieder. Wie ein scheues Pferd, das sich nicht führen lässt, weil alles gleichzeitig nach Aufmerksamkeit ruft.

Ein solcher Zustand hat einen Namen: scattered mind. Ein zerstreuter Geist, der sich in alle Richtungen bewegt, aber nirgendwo wirklich ankommt. Und das kostet. Nicht nur Zeit, sondern auch Kraft, Klarheit, Präsenz – und letztlich das Gefühl, das eigene Leben wirklich zu gestalten.

Fokus hingegen ist wie eine ruhige Hand am Zügel. Es bedeutet, unsere geistige Energie auf eine einzige Sache zu lenken. Und damit die Kraft zu bündeln. Fokus ist nicht einfach ein Produktivitätstool. Fokus ist ein Zustand. Ein inneres Ausgerichtet-Sein. Und vielleicht mehr denn je eine Fähigkeit, die es in unserer überreizten Welt wieder zu üben gilt.

Der amerikanische Autor Cal Newport beschreibt in seinem Buch Digital Minimalism, wie stark unsere Aufmerksamkeit heute fragmentiert ist – durch Apps, Nachrichten, Benachrichtigungen, durch ein permanentes Gefühl, auf dem Sprung sein zu müssen. Er plädiert für bewusste, tiefe Konzentrationsphasen und den Mut, sich zu entziehen. Nicht um weniger zu tun, sondern um das Wesentliche wieder spüren zu können.

Auch in der Arbeit mit Pferden zeigt sich: Fokus ist kein Luxus, sondern die Grundlage für Vertrauen. Wenn ich im Stall stehe und gleichzeitig telefoniere, Nachrichten beantworte und gedanklich schon beim nächsten Termin bin, spürt mein Pferd das. Pferde reagieren nicht auf unsere Worte, sondern auf unseren Zustand. Ein klarer, stiller Fokus schafft Verbindung. Ein flatternder Geist überträgt Unruhe.

Und auf der Yogamatte? Dort lernen wir es jeden Tag neu. Wenn wir in einer Haltung bleiben – mit dem Atem, mit der Wahrnehmung, mit allem, was ist –, spüren wir: Fokus ist nicht Spannung. Fokus ist Präsenz. Es ist dieses feine, wache Dasein, bei dem nichts anderes wichtig ist als dieser Moment. Diese Bewegung. Dieser Atemzug.

Fokus ist lernbar. Wie ein Muskel, den wir trainieren können. Meditation ist eine der wirksamsten Methoden dafür. In der Drei-Punkte-Meditation etwa – die ich für dich erstellt habe – übst du, deine Aufmerksamkeit gezielt zu lenken: auf den Atem, die Geräusche um dich herum, die Empfindungen im Körper. Du lernst, Gedanken zu beobachten, ohne ihnen zu folgen. Und du lernst, wie es sich anfühlt, ganz da zu sein.

Auch im Alltag können kleine Veränderungen helfen:

  • Nur eine Sache zurzeit: Putze dein Pferd – und nichts anderes. Iss – und lies dabei keine Nachrichten. Antworte auf eine E-Mail – und nicht auf fünf gleichzeitig.

  • Reduziere Ablenkung: Schalte alle Push-Benachrichtigungen aus. Keine roten Punkte, keine vibrierenden Reminder. Dein Nervensystem wird es dir danken.

  • Blocke Zeitfenster: Bestimme zwei Zeiten pro Tag, in denen du E-Mails liest oder Social Media nutzt. Der Rest ist offline – und fokussiert.

  • Räume schaffen: Finde Orte, die Ruhe erlauben. Räume, in denen du ungestört bist. Und mache anderen deutlich: Jetzt ist Fokuszeit.

Es sind keine grossen Schritte. Aber sie verändern etwas. Du wirst schneller fertig mit dem, was du tust. Du fühlst dich präsenter, weniger erschöpft, klarer. Und mit der Zeit kommt etwas zurück, das vielen von uns verloren gegangen ist: die Freude am Tun selbst.

Denn da, wo Fokus ist, entsteht Tiefe. Und wo Tiefe ist, entsteht Sinn.

Posted on September 19, 2025 .