Sitzen wie beim Reiten – meine Erfahrung mit dem Mabu beim Meditieren und im Alltag

Ich habe von Jen, der Inhaberin und Gründerin von Villamoja, zwei Mabus bekommen, um sie zu testen – einen kleineren und einen grösseren. In diesem Blogartikel erzähle ich dir etwas über meine Erfahrung mit den Mabus, wie ich sie im Alltag und in meinen Retreats eingesetzt habe und was sie für mich so besonders macht.

Der Mabu ist kein Stuhl. Und auch kein Sportgerät. Es ist ein Sitzmöbel, das Bewegung zulässt und gleichzeitig sehr stabil ist. Man sitzt darauf nicht fest, sondern bleibt die ganze Zeit in einer leichten, feinen Bewegung. Genau das macht für mich den Unterschied.

Was mir als Erstes aufgefallen ist: Ich sitze automatisch aufrechter, ohne dass ich mich korrigieren muss. Die Wirbelsäule richtet sich von selbst auf, das Becken bleibt beweglich. Ich habe nicht das Gefühl, in mir zusammenzusinken. Dieses Gefühl kenne ich sehr gut vom Reiten. Dieses Sitzen, das nicht starr ist, sondern beweglich bleibt. Für Reiterinnen ist das aus meiner Sicht sehr stimmig, weil es genau diese Art von Balance fördert, die wir auch im Sattel brauchen. Beim Reiten merke ich auch immer, wie ich mich automatisch in meiner Wirbelsäule aufrichte. Ich sacke nicht in mir zusammen, wie das oft auf einem Stuhl passiert, sondern meine Rumpfmuskulatur ist aktiviert und „ich trage mich“. Beim Mabu ist das ähnlich, es fällt mir viel schwerer, in mir zusammenzusinken. So bleibt auch mein Brustbereich offener und ich kann besser und freier atmen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das flacher Atmung vorbeugt. Und wir wissen ja alle, was passiert, wenn wir flach atmen: Wir werden müde und träge.

Der Mabu ist inspiriert von Gedanken aus der TCM und möchte Bewegung und Durchlässigkeit fördern. Ich bin ja ein grosser Fan von Durchlässigkeit, auch beim Menschen. Beim Pferd sind wir immer sehr schnell in der Bewertung, „der ist aber nicht so durchlässig“ – das hört man oft. Wenn ich mir die Yogis in meinen Reiten & Yoga Stunden anschaue, denke ich mir allerdings auch oft: „Die sind aber nicht überall durchlässig.“ Daher ist es auch mein Ziel, Durchlässigkeit beim Menschen zu fördern, unter anderem in den Yogastunden. Und deshalb habe ich den Mabu dort auch gerne dabei. Wie ich ihn nutze, kann ich dir hier gerne erzählen.

Ich habe den Mabu in ganz unterschiedlichen Situationen genutzt. In Retreats zum Beispiel bei Meditationen oder bei Gua Sha Behandlungen während der Retreat-Yogastunden. Viele Menschen sitzen zwar gerne am Boden, merken aber, dass es ihnen schwerfällt, die Wirbelsäule über längere Zeit aufrecht zu halten. Ich selber merke auch, dass ich im Schneidersitz oft nach vorne kippe oder in mir zusammenfalle, wenn ich nicht dauerhaft meine Körperspannung halte. Auf dem Mabu habe ich dieses Problem nicht. Ich sitze stabil, verbunden mit dem Boden und ohne einzusinken.

Man kann den Mabu auch an die Wand stellen, sich daraufsetzen und sich anlehnen. So habe ich ihn auch schon in Yogastunden eingesetzt, für Teilnehmerinnen, die nicht auf dem Boden sitzen können oder wollen, etwa bei Meditationen oder Übungen für den Oberkörper. Aber auch für Coaching- oder Therapiesettings kann ich mir gut vorstellen, dass er hilfreich ist, weil er eine andere Atmosphäre schafft als ein klassischer Stuhl. Wenn ich aktuell Coachings anbieten würde, würde ich diese beiden Mabus als Sitzgelegenheit nutzen. Ist man körperlich leicht in Bewegung, bleibt auch der Geist flexibler, und das ist bei Therapien ja wünschenswert ;)

Ich habe den Mabu auch am Schreibtisch ausprobiert. Wahrscheinlich ist er nicht dafür gedacht, aber für mich funktioniert das gut. Ich sitze gerne mit überkreuzten Beinen, was auf einem normalen Stuhl oft dazu führt, dass ich zusammensacke (und der Blut- und Energiefluss in den Beinen abgedrückt wird …). Auf dem Mabu geht das nicht. Die leichte Bewegung bringt mich immer wieder in eine aufrechte Position zurück, ohne dass es anstrengend wird. Daher steht der kleine Mabu auch oft bei mir am Schreibtisch, wenn ich Büroarbeiten zu erledigen habe.

Beide meiner Mabus sind mit Begrenzung, und das würde ich persönlich auch empfehlen. So rutscht man nicht seitlich weg und kann ihn vielseitiger einsetzen. Gerade wenn du dir überlegst, ihn für Coachings oder Therapien zu nutzen, würde ich dir das empfehlen, um Verletzungen bei deinen Klientinnen zu verhindern. Das Sitzpolster finde ich ebenfalls sehr angenehm. Ohne Polster ist der Mabu nicht unbequem, aber wenn man länger sitzt, spürt man die Sitzbeinhöcker deutlicher auf dem Holz. Für Meditation oder kürzere Sequenzen finde ich das völlig okay, für längeres Sitzen wie in Coaching oder Therapie oder wenn du ihn – so wie ich – auch mal am Schreibtisch nutzt, würde ich das Sitzpolster klar empfehlen. Mit Polster fühlt es sich für mich fast wie ein sehr bequemer Sattel an.

Zu den Grössen: Ich habe einen Mabu mit 50 cm und einen mit 60 cm Durchmesser. Ich bin 1,70 gross und kann mich ehrlich gesagt nicht entscheiden, welchen ich lieber habe. Der kleinere gibt mir mehr Beweglichkeit und meine Hüfte wird nicht so stark gedehnt. Er erinnert mich etwas daran, wie es ist, ein Araberpferd zu reiten. Vielleicht mag ich ihn daher so gerne, weil er mich an kleine, schnelle Pferde erinnert. Für mich ist der kleine Mabu mit mehr Verspieltheit verbunden, und ich nutze ihn lieber am Schreibtisch als den grösseren. Der grössere gibt mir mehr Stabilität, mehr Erdung und Ruhe. Auf ihm sitze ich besonders gerne für Meditationen und wenn ich einfach mal sein möchte. Ich spüre meinen Körper mehr, da er meine Hüfte stärker öffnet und ich etwas weniger Bewegung habe, was mir hilft, mehr in die Ruhe zu kommen und ins tiefere Spüren. Für mich haben die beiden unterschiedliche Qualitäten, eher unterschiedliche Energien, nicht besser oder schlechter.

Ich denke, wenn man eher klein ist, macht der kleinere Sinn, wenn man sehr lange Beine hat, eher der grössere. Um die 1,70 herum finde ich, macht es keinen grossen Unterschied – es ist mehr eine Frage des Gefühls.

Was mir ebenfalls wichtig ist: Der Mabu ist einfach schön. Er sieht nicht aus wie ein schwarzes, klobiges Sportgerät, das man irgendwo verstecken möchte, sondern wie ein hochwertiges Möbelstück. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig, und er passt super in meine Wohnung.

Wenn du Fragen hast, darfst du mir jederzeit gerne schreiben.

Wenn du einen Mabu bestellen möchtest, bekommst du 10 % Rabatt mit dem Code CATHERINE10. Hier geht’s zur Website >>

Posted on February 4, 2026 .