Reiten & Yoga im Okavango Delta – ein neuer Retreat in Botswana

2027 werden wir zum ersten Mal ein Reitsafari & Yoga Retreat im Okavango Delta in Botswana durchführen. Die Daten stehen bereits fest: Vom 20. bis 27. März 2027 verbringen wir acht Tage und sieben Nächte in einer der eindrücklichsten Landschaften Afrikas. Ich wollte schon länger einmal etwas ausführlicher darüber schreiben, weil ich finde, dass dieses Retreat ein bisschen mehr Erklärung braucht als andere. Botswana ist nicht einfach ein weiterer schöner Ort, an dem wir reiten und Yoga machen, sondern ein Erlebnis, das in vieler Hinsicht besonders ist.

Wenn ich Retreats beschreibe, versuche ich immer, sie so greifbar wie möglich zu machen. Ich möchte, dass du beim Lesen bereits ein Gefühl dafür bekommst, wie es dort aussieht, wie sich die Landschaft anfühlt und was dich ungefähr erwartet. Viele Gäste sagen mir später, dass es vor Ort genauso aussieht wie auf den Bildern, und genau das ist mir wichtig. Die Fotos auf meiner Webseite und auf Instagram sind in den meisten Fällen meine eigenen oder stammen von Fotograf*innen, mit denen ich zusammenarbeite. Sie zeigen das, was du auf dem Retreat auch wirklich erlebst. Beim Botswana Retreat ist das eine Ausnahme, denn dort war ich selbst noch nicht. Die Bilder stammen vom Anbieter, und normalerweise würde ich einen neuen Ort immer zuerst selbst anschauen, bevor ich ihn ausschreibe.

Dass ich es in diesem Fall anders mache, hat mit der Entstehung dieses Retreats zu tun. Im Februar 2025 war ich mit Freundinnen bei den Victoriafällen. Wir sind nach Simbabwe geflogen, hatten ein Hotel in Sambia und wurden von dort nach Kasane in Botswana gebracht, wo unsere Safari begann. Gebucht hatten wir diese Reise über Kambaku, weil ich sehen wollte, wie Kambaku seine Safaris organisiert. Die ganze Reise war hervorragend gemacht, mit schönen Unterkünften, tollen Guides und einer sehr stimmigen Atmosphäre. Damals sind wir auch durch den Caprivi-Streifen gefahren, diesen schmalen Teil im Norden Namibias, der an Botswana grenzt und geografisch ganz nah am Okavango Delta liegt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich früher oft gar nicht so genau wusste, wo was liegt, solange ich nicht selbst dort war. Für mich werden Orte erst wirklich lebendig, wenn ich sie mit eigenen Augen gesehen habe. Genau deshalb reise ich so gerne, weil sich mit jeder Reise die Karte ein Stück weiter öffnet.

So war es auch mit dem Okavango Delta. Ich kannte natürlich diese Bilder von Pferden im Wasser, von Elefanten in der Ferne, von dieser weiten, wilden Landschaft, aber auf dieser Reise bekam das Ganze plötzlich einen echten Bezug. Und irgendwo unterwegs sagten wir halb im Scherz, dass wir 2027 nach Botswana gehen könnten. Wie so oft war das erst einmal einfach ein Gedanke. Ich habe viele Ideen, manche bleiben Ideen, manche werden irgendwann Realität, und ich muss gar nicht immer sofort wissen, was am Ende daraus wird. Umso schöner war es dann, als Anfang 2026 eine Nachricht auf Instagram kam. Okavango Horse Safaris schrieb mir und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, mit ihnen ein Yoga Retreat zu organisieren. Die Betreiberin Alex wollte schon länger einmal ein solches Format anbieten, ich wollte irgendwann ins Okavango Delta, und so begann dieser Kontakt.

Ich arbeite wahnsinnig gerne mit Orten zusammen, die selbst auf mich zukommen. Da ist oft von Anfang an eine gute Energie da, weil beide Seiten wirklich Lust auf die Zusammenarbeit haben. Ich mag es nicht, wenn man einem schönen Ort hinterherrennen muss und von der anderen Seite wenig zurückkommt. Das mache ich heute nicht mehr. In diesem Fall war von Beginn an ein sehr guter Flow da. Die Kommunikation war klar, professionell und angenehm, und genau daran merke ich oft schon viel. Nach zwölf Jahren in diesem Business habe ich ein recht gutes Gefühl dafür entwickelt, wie etwas in der Realität wohl ist. Man sieht auf Bildern und auf Instagram oft schnell, ob ein Ort wirklich stimmig ist oder nur für die Webseite schön gemacht wurde. Bei Okavango Horse Safaris hatte ich von Anfang an einen sehr guten Eindruck, auch durch die Bewertungen und Rückmeldungen anderer Gäste.

Trotzdem bleibt es eine Ausnahme, dass ich einen Retreat ausschreibe, ohne vorher selbst dort gewesen zu sein. Ich mache das nur unter bestimmten Voraussetzungen. Alle offenen Fragen müssen vorher geklärt sein, die Kommunikation muss stimmen, der Gesamteindruck muss gut sein und ich muss das Gefühl haben, dass der Anbieter weiss, was er tut. Genau das war hier der Fall. Gleichzeitig schreibe ich es auch offen aus: Ich war noch nicht selbst dort. Deshalb werde ich für dieses erste Botswana Retreat nur Gäste mitnehmen, die schon einmal mit mir unterwegs waren und mich sowie meine Art zu arbeiten bereits kennen. Das ist mir wichtig, weil ein neuer Ort immer auch ein kleines Stück Unbekanntes mit sich bringt. Gerade dadurch hat dieses Retreat aber auch etwas Besonderes. Ganz ehrlich: Ich weiss im Moment noch nicht, ob ich es danach regelmässig anbieten werde, denn die Anreise ist deutlich aufwendiger als bei vielen anderen Destinationen und ich muss eine solche Reise logistisch immer gut in andere Aufenthalte in Afrika einbinden. Gleichzeitig habe ich grosse Freude daran, ab und zu auch etwas Neues zu wagen. Ich liebe meine bestehenden Retreats und ich liebe auch die Verbindungen, die über die Jahre mit meinen Partnern entstanden sind, aber ich möchte mir diese Freude an neuen Orten und neuen Erfahrungen erhalten.

Botswana gehört reittechnisch klar zu den anspruchsvolleren Retreats. Wir haben im Reiten & Yoga Angebot ganz unterschiedliche Formate, von Einsteigerinnen-freundlichen Retreats bis zu solchen, bei denen wirklich sehr gute Reitkenntnisse gefragt sind. Das Okavango Delta ist kein eingezäuntes Gelände, sondern freie Wildnis. Dort gibt es Elefanten, Löwen, Nilpferde, Krokodile, Büffel und viele andere Tiere, und genau deshalb braucht es für dieses Retreat einen sehr sicheren Sitz, aktuelle Reiterfahrung und eine gute körperliche Kondition. Das ist kein Retreat für jemanden, der nur ab und zu in den Ferien reitet oder nach längerer Pause wieder einmal auf ein Pferd steigt. Du solltest auch kleine Natursprünge sicher meistern können und dich auf längeren Strecken im Sattel wohlfühlen. Ich weiss, dass ich bei diesem Thema manchmal als streng wahrgenommen werde, aber ich bin das sehr bewusst. Mir ist es lieber, ich bespreche das im Vorfeld offen und sage auch einmal nein, als dass jemand viel Geld ausgibt, anreist und dann merkt, dass es nicht das Richtige ist. Diese Klarheit ist auch der Grund, weshalb unsere Gruppen in der Regel sehr stimmig sind und das Reiten dann genau dem entspricht, was ausgeschrieben wurde.

Die Pferde bei Okavango Horse Safaris sind sehr vielfältig. Es gibt Warmblüter, Araber, Anglo-Araber, Boerperds und auch lokale Pferdetypen wie Basotho-Ponys. Gerade diese kleineren, robusten Pferde passen oft perfekt in die Landschaft und sind unglaublich ausdauernde Partner. Anders als bei vielen anderen Retreats wird man dort nicht zwingend jeden Tag dasselbe Pferd reiten. Da die Ritte lang und zum Teil anspruchsvoll sind, werden die Pferde bewusst gewechselt, damit sie genug Pausen haben und gesund und motiviert bleiben. Auch das ist etwas, das man im Voraus wissen sollte.

Was die Tierwelt betrifft, ist das Okavango Delta natürlich beeindruckend. Man kann dort Elefanten, Büffel, Giraffen, Zebras, Gnus, Kudus, Letschwe-Antilopen, Impalas, Wasserböcke, Warzenschweine, Schakale, Paviane, grüne Meerkatzen, Hyänen und mit etwas Glück auch Leoparden, Löwen, Geparden oder afrikanische Wildhunde sehen. Dazu kommen viele kleinere Tiere und eine unglaubliche Vogelwelt. Auch nachts verändert sich die Szenerie noch einmal, mit Tieren wie Stachelschweinen, Erdferkeln, Zibetkatzen oder Servalen. Genau diese Mischung aus Reiten, Wildnis und Naturbeobachtung macht den Ort so besonders.

Natürlich stellt sich bei einem solchen Gebiet auch die Frage nach der Sicherheit. Die Ritte werden von erfahrenen, bewaffneten Guides begleitet, und je nach Gruppengrösse sind mehrere Guides dabei. Die Waffen dienen als Sicherheitsmassnahme und zur Abschreckung, nicht als etwas, das man einfach einsetzen möchte. Die Guides kennen das Gebiet, wissen, wie man sich verhält, wo man reiten kann und wo besondere Vorsicht geboten ist. Gleichzeitig bedeutet das auch für uns als Reiterinnen, dass wir die Anweisungen zuverlässig umsetzen können müssen. Wenn es heisst, dass wir stillhalten, dann muss das gehen, und wenn es heisst, dass wir zügig weiterreiten, dann muss auch das möglich sein. Genau deshalb ist ein solides reiterliches Fundament hier so wichtig.

Die Lodge selbst liegt mitten im Okavango Delta und ist nur per Flug erreichbar. Zuerst fliegt man nach Maun, dem zentralen Flughafen für diese Region, und von dort geht es entweder mit einem Kleinflugzeug und anschliessender Autofahrt weiter oder direkt mit dem Helikopter ins Camp. Gerade dieser letzte Teil der Anreise macht das Ganze natürlich schon zu einem Abenteuer für sich. Das Camp ist klein, exklusiv und wunderschön gelegen. Wir haben es für unsere Gruppe ganz für uns allein, was ich sehr schätze. Die Unterkünfte sind grosszügig, hell und stilvoll eingerichtet, so wie man es sich von einem hochwertigen Safari Camp wünscht, mit schönen Betten, Moskitonetzen, Sitzmöglichkeiten, einem kleinen Pool und gemeinschaftlichen Bereichen, in denen man essen, lesen oder einfach die Landschaft auf sich wirken lassen kann.

Ein besonderer Teil dieses Retreats ist ausserdem das Fly Camp. Dorthin reitet man nicht einfach für einen kurzen Abstecher, sondern verbringt mehrere Tage in einem anderen Teil des Gebiets. Dadurch erlebt man nicht nur das Hauptcamp, sondern auch noch einmal eine andere, noch ursprünglichere Seite des Deltas. Dieses Fly Camp ist kein raues Campen, sondern sehr komfortabel, mit schönen Zelten, gemütlichen Aufenthaltsbereichen und allem, was man braucht. Gerade dieser Wechsel zwischen zwei Orten macht die Reise noch intensiver.

Zum detaillierten Programm werde ich hier nicht alles noch einmal aufführen, denn das findest du übersichtlich auf der Retreatseite. Was ich aber sagen kann, ist, dass diese Woche so aufgebaut ist, dass sie sowohl die längeren, eindrücklichen Reittage als auch ruhigere Momente zum Ankommen und Integrieren enthält. Es wird Yoga geben, angepasst an die Gruppe, an die Tage und an das, was körperlich gerade sinnvoll ist. Es wird Zeiten geben, in denen wir einfach nur dort sind, schauen, erleben und diese Landschaft auf uns wirken lassen. Und genau das ist für mich der Kern dieses Retreats: nicht möglichst viel hineinzupacken, sondern ein Erlebnis zu schaffen, das trotz seiner Intensität Raum lässt.

Wichtig ist mir auch noch der Hinweis zur Versicherung. So eine Reise sollte man nicht ohne gute Absicherung antreten. Natürlich hoffen wir immer, dass nichts passiert, und in all den Jahren musste ich noch nie jemanden mit dem Helikopter oder Krankenwagen aus einem Retreat holen lassen. Trotzdem bleiben Pferde Pferde, Reisen bleiben Reisen und manchmal reicht schon etwas völlig Alltägliches, damit man froh ist, versichert zu sein. Ich empfehle deshalb ganz klar eine Reiserücktrittsversicherung sowie eine gute Kranken- und Rücktransportversicherung. Vor Ort gibt es im Notfall die Möglichkeit, per Helikopter ins nächste Spital gebracht zu werden, aber auch danach muss alles Weitere abgesichert sein. Gerade bei einer Reise in dieser Grössenordnung ist das für mich kein Extra, sondern Teil einer verantwortungsvollen Vorbereitung.

Wir werden dieses erste Botswana Retreat mit einer kleinen Gruppe durchführen, je nach Belegung mit acht bis zehn Gästen. Auch das passt zu diesem Ort. Ich mag kleine Gruppen ohnehin sehr, und gerade in einer Umgebung wie dieser ist es noch einmal stimmiger, mit wenigen Menschen unterwegs zu sein.

Ich freue mich sehr auf dieses neue Kapitel. Botswana ist kein Retreat für alle, und genau das muss es auch nicht sein. Aber für die richtigen Menschen kann es eine Reise sein, die man nie mehr vergisst. Wenn du dich dafür interessierst, findest du alle weiteren Informationen inklusive Programm, Anreise und Details zur Unterkunft auf der Webseite.

Posted on March 9, 2026 .