Wieso ich meine Tätigkeit als Shiatsu Therapeutin und Coach aufgebe

Nothing gold can stay. Das habe ich in den letzten zwei Jahren schon drei Mal geschrieben: als Penny gestorben ist, als ich meine zwei Yoga Tribe Studios geschlossen bzw. übergeben habe und nach drei Jahren Hotel Chesa Salis. Nun ist es wieder Zeit goodbye zu sagen.

 

Im März war ich drei Wochen in Namibia für die ersten Reitsafari & Yoga Retreats auf Kambaku. Wir hatten zwei wunderschöne Retreats und ich vorher noch den besten Roadtrip den es gibt mit Jeanine. Am zweitletzten Tag in Namibia sass ich auf einem Liegestuhl am Rande von der Lodge und schaute auf die Savanne. In diesem Moment wusste ich instinktiv, dass ich aufhören werde mit Shiatsu und Coaching.

 

Seit 2012 bin ich Shiatsu Therapeutin und seit 2016 arbeite – oder neu arbeitetet – ich als Coach. Mich fasziniert das Zusammenspiel zwischen Körper und Geist, wie das einte das andere beeinflusst und umgekehrt. Ich habe immer gerne Menschen in ihren Prozessen begleitet, sei dies in meinen Retreats, in Einzelsessions oder in der Zeit als ich als Körpertherapeutin in der Privatklinik in Meiringen gearbeitet habe.

 

Und doch war mir in dem Moment in Namibia klar: es ist gut. Es darf so sein.

 

Ich spielte schon öfters mit dem Gedanken wie es wäre, wenn ich nur noch meine Reiten & Yoga Retreats hätte. Den Gedanken wischte ich aber jedes Mal mit einer Begründung weg: es macht dir doch Spass, du hast doch Zeit, die Leute kommen gerne, du hast so viele Ausbildungen gemacht etc. etc. Es ist wie ein Schuh, der drückt. Erst merkt man es nicht, weil er hat ja immer gepasst. Dann hat man plötzliche eine Blase und irgendwann tut es weh und man merkt: der Schuh passt nicht mehr.

 

So geht es mir mit meiner Arbeit als Shiatsu Therapeutin und Coach. Ich habe mich verändert, meine anderen Tätigkeiten haben sich verändert und der Schuh drück. Ich merke, dass ich zwischen meinen Reiten & Yoga Retreats gerne Zeit für mich habe um mein Büro nachzuführen, um zu sein, Zeit mit Na’ima zu verbringen, mit weiterzubilden, zu schlafen, und auch einfach mal zu schauen auf was ich Lust habe.

 

Die letzten Jahre waren sehr getaktet bei mir. In der Zeit an der ETH Zürich war ich viel unterwegs für die Summer Schools, die wir organisiert haben. Nebenbei habe ich die Yoga Tribe Studios aufgebaut wie auch meine Shiatsu Praxis. Irgendwann kamen die Reiten & Yoga Retreats dazu, ich habe das akademische Umfeld hinter mir gelassen und etwas Neues begonnen. Ich bin nach Meiringen gezogen, wurde Körpertherapeutin, hab eine dreijährige Ausbildung zum Körpertherapie-Coach gemacht und bin zwischen Engadin, Zürich und dem Berner Oberland gependelt. Bis ich vor knapp sieben Jahren ganz in’s Engadin gezogen bin. Ruhiger wurde es nicht unbedingt, die Retreats liefen super und Helena und ich hatten die Schnapsidee und die Möglichkeit, die Chesa Salis zu übernehmen. Die Yoga Studios habe ich abgegeben, bin aber immer noch zwischen Zürich und dem Engadin gependelt und hab versucht, Termine für alle Shiatsu und Coaching Klientinnen zu finden. Ich habe es einmal ausgerechnet, ich hätte auch zwei reguläre Jobs nebeneinander machen können so hoch war das Pensum.

 

Wenn man immer viel los hat, gewöhnt man sich daran. Gut war bei mir - es machte mir im Grossen und Ganzen Spass, und es entsprach meinem Naturell immer etwas loszuhaben.

 

Namibia war anders. Ich habe seit 2015 wieder einmal zwei Wochen lang im gleichen Bett geschlafen. Ich hatte einen geregelten Tagesablauf. Und ich hatte Zeit. Hand auf’s Herz: einfach war es nicht immer und ich hatte Momente wo ich mich gefragt habe was nicht stimmt mit mir. Ich musste mir eingestehen, dass ich manchmal Mühe damit hatte, so wenig loszuhaben. Meine Morgen-Schreib-Routine hilft mir da immer, den Grund zu finden und die Lösung, wie ich mich wieder besser fühle. Das war wohl die Vorbereitung auf den zweitletzten Tag als ich Liegestuhl sass und wusste: Shiatsu & Coaching darf ich abschliessen.

 

Es war ein spezieller Moment, ohne hadern, ohne innere Bilder, ohne Folgegedanken was ist, wenn, einfach nur das Wissen: es ist gut so.

 

Am liebsten hätte ich dann und dort alles abgeschlossen. Aber ich wusste auch, das ist ein Prozess und das wird jetzt noch etwas gehen, bis es so weit ist. Ich habe mir später Gedanken gemacht, ob ich das wirklich will und was für Implikationen es für mich sowie meine Kundinnen hat.

 

Ich wollte mir auch etwas Zeit gehen, um zu sehen, ob sich mein Gefühl ändert, ob ich Wehmut empfinde. Was ich gespürt habe, ist Freude. Freude über meine Arbeit, und Freude, dass ich in Zukunft mehr Zeit habe. Zeit, in der wieder etwas entstehen kann.

 

Wenn ich etwas gelernt hab in den letzten Jahren ist es, dass wir lernen müssen loszulassen. Es ist sehr angesehen etwas zu starten. Ein neuer Job, ein neues Projekt, eine Selbstständigkeit, etc. Die Freude bei Mitmenschen über ein Ende hält sich aber oft in Grenzen. Mitleid wenn eine Beziehung zu Ende geht, gute Ratschläge wie ein Projekt noch zu retten wäre, oder einfach Ratlosigkeit, wenn man einen Job kündigt, den man nicht mehr machen möchte.

 

Ich möchte mit diesem Post auch Mut machen etwas zu beenden was nicht mehr passt. Ich bin kein Verfechter von alles beginnen und nichts beenden. Ich finde es gut, wenn man sich zwei, oder auch dreimal überlegt, ob man etwas beendet oder nicht. Aber ich finde, wir dürfen ruhig etwas mutig sein und auch einmal sagen, dass etwas schön war und nun zu Ende ist. Denn nur so können neue Dinge entstehen. Wie in der Natur. Im Frühling können auch nur neue Blätter spriessen, weil der Baum im Herbst die Energie zurückzieht und im Winter die Blätter abwirft.

 

Für die elf Jahre als Shiatsu Therapeutin und sechs Jahre als Coach bin ich sehr dankbar. Ich habe viel gelernt, hatte viele schöne Begegnungen und habe ein grosses Verständnis entwickelt für die verschiedenen Wege, die ein Leben gehen kann und möchte. Es hat mich mitfühlender gemacht, anderen und mir gegenüber. Ich nehme diese Lektionen mit, und teile sie fortan in meinen Reiten & Yoga Retreats. Und wer weiss was für Ideen ich noch habe!

Posted on April 13, 2023 .

Entspannte Ferien oder wieso ich wieder im Reisebüro buche

Kann man heutzutage wirklich jede Reise über’s Internet buchen oder lohnt es sich, mit einem Reisebüro zusammen zu arbeiten?

In diesem Post möchte ich dir anhand von meiner Namibia Reise zeigen, wieso ich SO froh bin über ein Reisebüro gebucht zu haben, bei welchen Reisen ich das wieder machen werde und wo eher nicht. Und natürlich verrate ich dir auch, wie mein Lieblingsreisebüro heisst und wie auch du mit ihnen zusammenarbeiten kannst.

Ich biete Reiten & Yoga Retreats nicht nur in der Schweiz an, sondern auch auf Ibiza, Sizilien, in Marokko und in Namibia.

Immer wieder werde ich nach den besten Verbindungen gefragt, wo Mietautos buchen etc. Gerne helfe ich da jeweils weiter, merke aber, dass ich nicht immer so antworten kann wie ich möchte. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen und die passt manchmal nicht für alle.

Daher habe ich vor ein paar Monaten in einem Social Media Post gefragt, ob jemand ein gutes Reisebüro kennt.

Ich weiss noch, dass meine Mam unsere Ferien immer im Reisebüro gebucht hat. Ich selbst war bis vor kurzem stolz, das alles alleine buchen zu können.

Es kamen ein paar gute Adressen zusammen. Und ich habe mir gedacht, dann teste ich doch gleich mal und buch alles rund um meine Namibia Reise bei Nova Reisen.

Nova Reisen hat mir besonders gefallen, weil es ein individuelles Reisebüro ist, gegründet und geführt von zwei Frauen. Ich unterstütze immer gerne Herzensprojekte von Frauen da ich aus eigener Hand weiss, was das heisst, aber auch wie viel Liebe und Enthusiasmus dahintersteckt.

Also haben Jeanine und ich Marlen von Nova Reisen kontaktiert und zusammen mit ihr unseren Roadtrip in Namibia geplant. Wir wollten Wüste, Roadtrip und schöne Unterkünfte. Zusammen mit Marlen, Freunden und eigener Recherche kam dann Folgendes heraus: Windhoek - Sossusvlei - Swakopmund - Windhoek.

Marlene hat uns grossartige Lodges vorgeschlagen, uns über die Distanzen informiert und uns alles gebucht.

Unser Roadtrip war etwas vom schönsten, lustigsten und abenteuerlichsten, was ich in letzter Zeit gemacht habe. Jeanine und ich sind hart im Nehmen. So sind wir nach einem Flug von Zürich nach Frankfurt und von dort einem Nachtflug nach Windhoek direkt zur Autovermietung, haben uns unsere Riesenkarre abgeholt und sind in 6h über Schotterpisten, Pässe und mit Stopp bei der einzigen Tankstelle nach Sossusvlei gefahren.

Wir haben langsam verstanden, wieso wir von verschiedensten Seiten über die Distanzen informiert wurden. Aber eben, uns kriegt man so schnell nicht unter und das Ganze hat unserer Reise noch den nötigen Kick verliehen.

Aber zurück zum Reisebüro. Im Hotel in Swakopmund wurden wir herzlich empfangen, man fand aber unsere Reservierung nicht. Ex-Hotelier wie ich bin hätte ich mich am liebsten an den Computer gesetzt, hab dann aber Marlen angerufen. Das Problem war schnell gelöst und wir hatten unser Sea View Zimmer.

Das nächste Mal als ich unglaublich froh war über’s Reisebüro gebucht zu haben war zwei Tage vor meinem Rückflug nach Zürich. Lufthansa schickt mir eine Mail, dass mein Flug von Frankfurt nach Zürich gestrichen wurde. Ich dachte mir nichts dabei und hab die Mail an Marlen weitergeleitet. Damals dachte ich noch sie kann mich einfach auf einen anderen Flug umbuchen.

Ich lese seit mehreren Jahren keine Zeitung mehr und auch keine online News. Ich persönlich habe so mehr inneren Frieden und die wichtigsten Dinge bekommt man auch so mit. Wie die, dass an meinem Ankunftstag in Frankfurt ein Generalstreik durchgeführt wird.

Kurz darauf hat mich Marlen angerufen und wir haben die verschiedenen Szenarien durchgespielt. Sie hat mich dann kurzerhand auf einen Flug via Johannesburg, London, Zürich umgebucht. Im Gegensatz dazu wurde eine Teilnehmerin von einem anderen Reisebüro auf einen Flug einen Tag früher umgebucht, was ich nicht ideal finde, da der Urlaub dann verkürzt wir. Zwei Teilnehmerinnen konnten selbst einen Tag früher einchecken und fliegen und vier sind noch in Windhoek da bei Eurowings natürlich die Hotline heissläuft und niemanden zu erreichen ist. Die anderen drei reisen noch wie geplant durch Namibia.

In Johannesburg bekam ich eine WhatsApp von Marlen die mir noch eine gute Reise wünschte. Ich hab mich so gefreut und war unendlich dankbar, dass sie mir ermöglicht hat trotz Streik einen Flug zu buchen bei dem ich nur 3h später in Zürich ankam als geplant.

Fazit: ich finde es lohnt sich extrem, bei längeren und komplexeren Reisen mit einem Reisebüro zusammen zu arbeiten. Mit ihrem Fachwissen können sie dich bestens beraten, du bekommst oft bessere Konditionen (z.B. hab ich oft Stunden damit verbracht mir ein Mietauto in Ibiza zu buchen und hab am Schluss doch noch mehr bezahlt als jetzt mit dem Reisebüro 😆) und unterstützt jemanden, der gerne macht was er oder sie macht. Und dir in Situation beisteht, wo du als Online-Bucherin einfach auf die Airline etc. angewiesen bist. Die dann die Hotline aufschaltet…

Ich selber werde nun den Grossteil von meinen Reisen bei Nova Reisen buchen. Es spart mir Zeit und Nerven. Gewisse Flüge buche ich sicher noch selbst, wobei, ich bin grad sehr auf den Geschmack gekommen vom Outsourcen!

Falls auch du gerne mit Nova Reisen zusammenarbeiten möchtest, findest du hier ihre Website: www.novareisen.ch.

Dies ist keine bezahlte Werbung und ich habe auch nichts davon dass ich genau dieses Reisebüro hier vorstelle. Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht und möchte diese teilen.

Da Nova Reisen nicht nur mich begeistert haben die zwei Ladies einiges zu tun. Und es kann daher sein, dass deine Anfrage nicht am gleichen Tag bearbeitet werden kann. Daher suchen die zwei auch Verstärkung. Wer jemanden kennt oder selber Interesse hat (es gibt sogar ein Angebot für QueereinsteigerInnen) findet hier mehr Infos:

Posted on March 30, 2023 .

Meine Morgen- und Abendroutinen

 

Ich bin ein grosser Fan von Routinen und möchte hier mit dir teilen, welche ich morgens und abends anwende und wie sie mir im Alltag helfen.

 

Routinen sind Handlungsabfolgen, welche wir regelmässig zu einem bestimmten Zeitpunkt ausführen. Gut bekannt ist z.B. “die Morgenroutine” oder weniger spektakuläre das Zähneputzen. Beides sind Aktivitäten, die wir uns antrainiert haben und so wenig kognitive Kapazität benötigen. Denn wer möchte schon viel Zeit damit verschwenden sich jedesmal zu überlegen wie man jetzt die Zähne putzt…

 

Unser Leben ist die Summe von unseren Handlungen. Putzen wir regelmässig die Zähne, sind diese weiss und gesund. Machen wir es nicht, müssen wir mit Löchern und Karies rechnen. Das gleiche gilt für andere Lebensbereiche. Daher lohnt es sich, Routinen in’s Leben einzubauen, die einem da hin bringen, wo man hin möchte.

 

Wenn du also beweglicher in deinen Hüften werden möchtest um einen unabhängigeren Sitz beim Reiten zu haben, kannst du nicht einfach hoffe, dass sich magischerweise deine Hüftmuskulatur dehnt. When nothing changes, nothing changes. Du wirst also regelässig die verschiedenen Muskeln in und um dein Becken und deine Hüfte dehnen. Nach der ersten Session wirst du etwas spüren, vielleicht füht es sich leichter an, vielleicht hast du weniger Schmerzen. Aber du wirst noch nicht die Flexibilität erreicht haben, die du dir wünschst. Diese wird sich nach ein paar Wochen regelmässigem Training einstellen. Aber eben, nur nach regelmässigem Training über einen bestimmten Zeitraum.

 

Damit dies besser geht hilft es, die Dehnübungen - oder das, was du machst um dein Ziel zu erreichen - immer zur gleichen Zeit oder an etwas gebunden machst. Z.B. in dem du die Dehnungen machst während der Kaffe kocht, oder du immer nach dem Zähneputzen noch eine Vorwätsbeuge einbaust. Dies nennt man auch “habit stacking”. Du nimmst eine Routinge, wie eben Kaffe machen am Morgen oder Zähneputzen, und hängst etwas an. Das “Zähneputzen” triggert dann sozusagen die Vorwärtsbeuge. Irgendwann ist auch die Vorwärtsbeuge so automatisiert, dass du gar nicht mehr darüber nachdenken musst.

 

Ich habe mehrere Routinen über meinen Tag verstreut, die meisten am Morgen und etwas weniger am Abend.

 

Meinen Morgen beginne ich am liebsten um 5:45 Uhr. Dann gehört die Welt noch mir, es ist ruhig, sonst ist fast niemand wach. Ich mache mir dann immer einen Kaffe und planen meinen Tag. Ich liebe planen und ich liebe Kaffe. Jeden Tag kann ich also meinen Tag mit etwas beginnen, was mir Freude bereitet. Anschliessend lese ich meine Affirmationen und meine Ziele – und trinke warmes Wasser und später meinen TCM Tee. Wenn ich genügend Zeit habe schreibe ich auch. Ich bin ein grosser Fan von von den Morgenseiten von Julia Cameron. Dazu mehr dann ein andermal.

 

Da mein Kopf am Morgen am aufnahmefähigsten ist, nehme ich mir eine halbe Stunde Zeit um etwas zu lernen. Das ist meistens ein online Programm, oder ich lese etwas. Aktuell mache ich die Ausbildung zum Trust Technique Practitioner und lerne und lese da täglich meine 30 Minuten.

 

Und dann kommt Sport. Das mache ich am wenigsten gerne, aber nachher fühle ich mich immer ready für den Tag. Nun ist es meisten 7.30 Uhr, ich habe meinen Tag geplanen, affirmiert, etwas gelernt und Sport gemacht. Ich habe in dieser Zeit weder meine WhatsApp gelesen noch war ich auf Instagram, Fracebook oder in meinem Mailaccount. Mir ist es wichtig erst die Verbindung nach “innen” herzustellen bevor ich in’s Aussen gehe.

 

Meine Abendroutine ist aktuell im Umbruch. Früher hab ich immer meine privaten Ausgaben eingetragen, aufgeschrieben wie viel ich für welches Projekt gearbeitet habe, notiert für was ich heute dankbar war und etwas auf Social Media rumgesurft. Manchmal hab ich gelesen oder noch ein Hörbuch gehört.

 

Meine Morgenroutine ist mir schon lange heilig. Der Abend war mir bis vor kurzem eher egal. Am Abend bin ich meistens müde und freue mich aufs Bett.

 

Hier in Namibia habe ich aber über BodyMarc von Anna Marciniak gelesen und geübt. Es sind simple Übungen für Körperwahrnehmung. So einfach, dass ich sie erst nicht machen wollte weil ich gedacht hab: “was soll denn das bringen?”. Da ich aber gelernt habe, dass diese abwertende Haltung von meinen rationalen Geist kommt, und ich sie einfach auch ignorieren kann, hab ich die Übungen gemacht. Und sie sind wirklich sehr kraftvoll! Ich mach sie nun täglich am Morgen und am Abend.

 

Und ich habe gemerkt, dass mir meine bisherige Abendroutinge nicht gut tat. Ich habe keine Lust vor dem Schlafengehen noch xls Listen auszufüllen und am Computer zu sitzen. Ich habe mehr Lust Musik zu hören oder Yoga zu praktizieren. Daher hab ich nun das, was ich vorher immer vor dem Schlafen gehen gemacht habe auf früher verschoben, bzw. mache die Listen manchmal auch am Morgen. Am Abend ist irgendwann Schluss mit Technik, dafür mache ich noch etwas für meinen Körper und meine Seele.

 

Routinen drüfen sich ändern. Meine Morgenroutine passe ich regelmässig an und ich denke auch, dass sich meine Abendroutine noch ändern wird, bis ich etwas für mich Passendes gefunden habe.

Wichtig finde ich, dass wir etwas finden, was zu uns und unserem Lebensstil passt. Etwas, was nicht noch mehr Stress kreiert im Sinne von “jetzt muss ich auch noch meditieren”. Oft sind unsere Tage so voll, dass “meditieren” zu noch mehr Stress führt, da man ja eh schon keine Zeit hat. Hier ist wichtig auch einmal etwas zu streichen. Man kann nicht immer nur hinzufügen. Manchmal muss auch etwas weg. Manchmal hat man die Morgenseiten satt oder macht Sport am Abend anstatt morgens.

 

Wichtig ist, dass wir uns nicht überfordern und offen bleiben, etwas anders, zu einem anderen Zeitpunkt zu machen oder ganz weglassen.

Posted on March 19, 2023 .

Gedanken zu unseren Ferien auf dem Planeten Erde

“Only those who will risk going too far can possibly find out how far one can go.”

― T.S. Eliot

In meinem Leben bin ich schon oft zu weit gegangen. Heute morgen beim Spühlen von meiner Kaffetasse kam mir der Spruch „ask for forgivness, not permission“ in den Sinn. Und ich dachte mir, dass ich schon sehr oft danach gelebt habe.

Aktuell höre ich „Losing my virginity“ von Richard Branson. Angefangen hab ich das Hörbuch auf dem Flug nach Marrakech vor knapp drei Wochen. Er begann mit „Augen zu und durch. Dienstag, 7. Januar 1997, Marokko.“ als er von einer von seinen Heissluftbaloonfahrten zu erzählen begann. Es frohr mich am ganzen Körper. Irgendwie wusste ich, das wird ein gutes Hörbuch und ich werde eine wunderbare Zeit haben in Marokko.

Diese hatte ich und noch immer höre ich in jeder freien Minute die Biografie von Branson. Ich bin fasziniert von der Hartnäckigkeit und wie er immer wieder aufstand, egal mit was für Problemen er kontrontiert war.

Es regt mich auch sehr an nachzudenken darüber, wie ich mein Leben leben, mein Geschäft führe. Branson sagt immer, dass er Spass haben möchte an dem, was er macht. Und da hab ich gemerkt: manchmal bin ich zu pflichtbewusst oder so gefangen in „man macht das eben so“, dass ich „Spass“ als nicht essentiell sehe.

Es ist ja nicht, dass ich keinen Spass habe im Leben, aber ich habe auch gemerkt, wie mich gewisse Aspekte in meinem Geschäft belasten. Ich hab mich dabei ertappt, wie ich überlegt habe, was denn noch „sinnvoll“ sein könnte.

Irgenwo anders habe ich etwas gelesen über „our holidays on planet earth“. Das hat mich auch sehr berührt. Denn ja, was ist es anderes als eine unbekannt begrenzte Zeit auf einem Planeten, die wir uns selber gestalten können. Wieso um himmelswillen sollten wir uns dann diesen Aufenthalt versauen mit Dingen, auf die wir keine Lust haben?

Diese zwei Tatsachen haben mir wieder einmal so sehr die Augen geöffnet wie wichtig es ist, das zu tun was man gerne macht. „Ja aber ich muss doch mit ewas Geld verdienen“ und all das sind doch faule Ausreden damit wir uns nicht uns selber stellen müssen. Denn seinen eigenen Weg gehen ist nicht einfach. Mal rast der Heissluftballon fast in den Atlas, mal sind die Verkaufszahlen schlecht, und dann hat auch das Auto noch eine Reparatur mit horrenden Kosten.

Das Leben serviert uns nicht alles auf dem Silbertablett. Das Leben ist zum Leben da. Jede Erfahrung - egal ob „gut“ oder „schlecht“ - trägt etwas zu unserem Wachstum bei. Wenn wir es dann als solches sehen können. So viel hängt von unserer Sicht ab. Sehe ich das Leben als etwas, wo man hineingeboren wird, um dann bis zur Pensionierung in einem „soliden“ Job zu arbeiten oder sehe ich es als Spielwiese auf der wir uns austoben dürfen?

Ich bin definitiv für Spielwiese. Auch wenn ich jetzt schon weiss, dass ich mir da öfters das Knie aufschlage. Das nehme ich ihn Kauf!

Posted on March 2, 2023 .

5 Möglichkeiten um deine Füsse auch bei Minustemperaturen wohlig warm zu halten

Als Reiterin kennst du das: am Abend nach der Arbeit fährst du in den Stall, es ist schon dunkel und kalt. Während der Stallarbeit ist dir warm, kaum sitzt du aber ein paar Minuten im Sattel macht sich die Kälte in deinen Schuhen breit. Irgendwann sind die Zehen so kalt dass du sie kaum noch spürst. Erst wieder wenn deine Füsse den Boden berühren spürst du den stechenden Schmerz…

Das alles muss nicht sein. Mit diesen einfachen Tipps bleiben auch deine Füsse warm, und du kannst dich auf deine Ausritte im Winter freuen.

In einem anderen Blogpost mit dem Titel „Nie wieder frieren: 3 Tipps für das Reiten im Winter“ erhältst du weitere Tipps, wie du den Rest deines Körpers warm hältst. Und in diesem Video siehst du, was ich im Winter anziehe.

1. Schuhe eine Nummer grösser kaufen

Luft zwischen zwei Schichten wirkt isolierend. Du kennst das vielleicht von doppelt-verglasten Fenster oder dem Zwiebelschichten-Look Prinzip beim Anziehen. Je mehr Luft zwischen zwei oder mehreren Schichten ist, umso wärmer ist es. Das gilt auch bei den Schuhen. Ausserdem haben etwas zu grossen Schuhe den Vorteil, dass sie deine Füsse nicht quetschen und so das Blut frei zirkulieren kann. Das Blut fungiert auch als Wärmeträger und bringt warmes Blut vom Körper in die Peripherie, also auch in die Zehen. Je besser es fliesst umso mehr Wärme kann es in deine Zehenspitzen transportieren.

2. gefütterte Schuhe wählen

Ich sehe nicht selten Frauen mit Gummistiefeln im Winter im Engadin, oder mit den schönen - aber im Winter leider sehr nutzlosen Dressurstiefeln. Diese bestehen aus Gummi oder Leder und leiten die Kälte fast 1:1 zu deinem Fuss. Ist dein Schuh aber gefüttert hat es auch da Platz für “Luft”. Und wie du von oben weisst, isoliert diese. Such dir daher immer einen Winterschuh aus, der mit Kunstfaser oder mit Wolle/Fell gefüttert ist.

3. Socken vor dem Reiten wechseln

Diesen Tipp hab ich von Katja von San Jon. Bei einem Ausritt - ich mit kalten Zehen - hat sie mir erklärt, dass man beim Satteln und vorbereiten warm bekommt. Auch an den Füssen. Die Wärme kann dazu führen, dass man leicht schwitz an den Füssen oder es zu leichten Kondensation im Schuh kommt. Dieses bisschen Feuchtigkeit reicht, dir sehr kalte Füsse zu bescheren wenn du ohne grosse Bewegung der Füsse im Sattel sitzt. Von daher: nimm ein zweites Paar Socken mit und wechsle diese kurz bevor du in den Sattel steigst.

4. Wolle statt Baumwolle

Wolle hat einen wärmenden Effekt, Baumwolle einen kühlenden. Von daher greiff lieber zu Wolle (oder Kaschmir) als zu Baumwolle.

5. Wärmebeutel, Heizsohlen & -socken

Im Engadin kann es gut und gerne an normalen Tagen -10°C haben. Wenn’s kalt ist auch mal -15°C und ich war auch schon bei -20°C ausreiten. Das Problem ist nicht das Wetter, sondern die Bekleidung. Da ich trotz der ersten vier Tipps doch noch oft kalte Füsse hatte, hab ich mir vor drei Jahren Heizsocken gekauft. Die Socken selber waren OK, ich hab mich aber dagegen entschieden, da mich das Batteriekästchen am Waden gestört hat. Mit meinen aufladbaren Heizsolen bin ich zufrieden (ich verwende Digitsoles Warm Series). Sie halten auf der höchsten Wärmestufe knapp drei Stunden. Das ist für einen Tagesritt zu wenig, aber meistens reicht es da sie nicht die ganze Zeit auf Hochtouren laufen müssen. Zur Not hab ich immer noch ein paar Wärmesäckchen dabei. Diese eignen sich auch gut, wenn du nicht regelmässig bei tiefen Temperaturen draussen bist. Sonder zum Beispiel nur einmal für einen Reiten & Yoga Retreat oder für Reitferien an einem kälteren Ort.

Ich hoffe, diese Tipps könne auch dir helfen, Frieden zu schliessen mit dem Winter. Und dass deine Füsse von nun an schön warm bleiben.

Da ich gerne Neues lerne würde ich mich freuen, wenn auch du deine Tipps mit mir teilst.

Posted on February 23, 2023 .

Mit was ich mich im letzten Monat beschäftigt habe

Heute möchte ich dir erzählen, mit was ich mich im letzten Monat beschäftigt habe. Ich versuche jeden Tag etwas zu lernen und mich weiter zu bilden. Das macht mir Freude und hilft mir im Leben und in meine Projekten. Gerne möchte ich dies mit dir teilen. Vielleicht hilft es dir oder inspiriert dich.

In diesem Jahr hab ich folgende Hörbücher gehört:

  • The courage to be disliked von Ichiro Kishimi

  • LSD my problem child von Albert Hofmann

  • Lead the Field von Earl Nightingale

  • Erinnerungen eines Psychonauten von Albert Hofmann

  • Mental Models: 30 Thinking Tools that Separate the Average from the Exceptional von Peter Hollins

  • Der Selbstheilungsverv von Stanley Rosenberg

Es reicht hier nicht aus, um auf alles einzugehen, was ich dir aber empfehlen kann ist “der Selbstheilungsnerv”. Ein sehr informatives Buch für (Körper)Therapeuten. Es hat mich inspiriert, noch einen Kurs zu machen um mehr zu diesem Thema zu lernen. Ich habe dabei noch einmal viel gelernt für meine Arbeit als Coach und Körpertherapeutin.

“Erinnerungen eines Psychonauten” ist ein wunderbares Hörbuch, von Albert Hofmann selber gelesen. Sehr berührend so einen weisen Menschen zuzuhören. Ein Hörbuch für die Seele und verbunden mit etwas Höherem.

“Lead the field” fand ich auch super. Es hat mir (wieder) geholfen, mich meinen Visionen zu verbinden und die Kraft der Gedanken anzuerkennen.

In diesem Jahr hab ich noch zwei Bücher (fertig) gelesen:

  • The artists way von Julia Cameron

  • Selbstbild von Carol Dweck

“The artists way” hab ich zum zweiten Mal gelesen, ein wunderbares Buch mit vielen Übungen, um mehr Verspieltheit in sein Leben zu ziehen. Die Morgenseiten welche Julia propagiert schreibe ich schon seit mehreren Jahren und es ist sozusagen meine eigenen Therapie, Innenschau und mein Ventil.

Und zu guter letzt noch ein Tipp für einen Kurs: “Copywriting Academy” von Tim Gelhausen. Dort lernst du, gute Copy Texte zu schreiben, sehr professionell gemacht und absolut empfehlenswert.

Was hörst, liest oder machst du im Moment? Und kennst du eines der Bücher oben?

Posted on February 12, 2023 .

Nie wieder Stress beim Packen mit diesen 6 Tipps

In 4 Tagen geht es los! Wir starten mit unserem ersten Reiten & Yoga Retreat in Marokko im 2023. Dies hab ich zum Anlass genommen, dir in diesem Blogartikel zu zeigen, wie du stressfrei packen kannst und dabei auch wirklich nichts vergisst.

Du kennst das sicher: kurz vor dem Urlaub verbringst du die halbe Nacht damit alles zusammen zu suchen, den Adapter kannst du nicht finden, die Unterwäsche müsste noch gewaschen werden und Geld für den Urlaub hast du auch noch nicht abgehoben. Der Flug geht um 8.10 Uhr, das heisst du hast nicht wirklich viel Zeit am Morgen dir alles noch zu organisieren was du noch nicht hast…

Damit du nicht gestresst am Flughafen ankommst und verschwitzt in den nächsten Interdiscount hetzt (der wohl eh noch geschlossen hat) hab ich dir all meine Tipps und Tricks hier aufgelistet. Damit kommst auch du entspannt und mit allem was du brauchst an deinem Retreat Ort an.

1. Plane voraus und erstelle dir eine Liste

Überlege dir eine Woche bevor du reist was du alles brauchst. Schreibe dir eine Liste mit ALLEM, was du mitnehmen möchtest oder noch organisieren solltest. So siehst du frühzeitig was du noch besorgen oder abklären musst. Und stehst nicht am Morgen vor der Reise vor deinem abgelaufenen Pass oder suchst vergebens deine Winterreithandschuhe.

2. Plane dir genügend Zeit ein zum packen

Ich liebe packen und freu mich immer darauf. Wenn du auch zu dieser seltenen Spezies gehörst: Gratulation! Die meisten die ich kenne schieben das Koffer packen gerne auf, und empfinden es als nervig bis stressig. Stress entsteht oft, wenn wir zu wenig Zeit für etwas haben. Von daher: nimm dir 2-3h Zeit zum packen (für mein Kofferpacken für Marokko hatte ich heute 2.5h). Das mag etwas viel erscheinen, dafür ist es aber stressfrei und du wirst alles dabei haben. Nimm hier wieder deine Packliste zur Hilfe. Auf meiner Liste ist wirklich alles drauf, vom Nagelklippser bis bis zu den Tarotkarten. Gerne darfst du raten was für ein Sternzeichen ich bin 😂✌🏼

3. „alle gleichen Dinge wohnen an einem Ort“

Diesen Tipp hab ich von Marie Kondo. Sie schreibt in einem von ihren Büchern dass man Gegenstände der gleichen Art am gleich Ort aufbewahren soll. Bücher bei Büchern, Reitsachen bei Reitsachen etc. So weiss man immer wo man etwas suchen muss. Das gleiche mache ich wenn ich packe. Ich versuche alle ähnlichen Gegenstände zu „bündeln“. Ob du separate Packtaschen dafür nimmst oder einfach kleinere Gegenstände in einem Beutel hast ist eher eine Stilsache. Mein Koffer hat zwei Kompartimente. In einem sind meine Reitsachen und die Dinge, die ich nicht so oft brauche, die anderen sind im anderen Teil. So muss ich nicht immer alles öffnen wenn ich z.B. im Hotel in Marrakech bin und meine Reitsachen noch nicht brauche.

4. erst die Grossen, dann die Kleinen

Damit du am Schluss nicht auf deinen Koffer sitzen musst um ihn zu schliessen: fülle ihn erst mit den grossen Gegenständen und stopfe den restlichen Platz dann mit den kleinen aus. Ganz kleine Dinge hab ich immer zusammen, also z.B. Unterwäsche ist immer in einem Beutel. Aber T-Shirts und Schals eignen sich hervorragend zum stopfen von Leerräumen.

5. las tres P

Vor Jahren stand ich einmal am Flughafen und wollte nach New York reisen. Um ein Haar wäre die Reise in’s Wasser gefallen. Denn ich stand ohne Pass am Check-in. Dank einem guten Freund, einer rasanten Taxifahrt und sehr kulantem Bodenpersonal hat ich es dann noch noch geschafft. Später meinte ein anderer Freund ich solle mir die drei Ps, oder wie er so schön auf spanisch sagte las tres p merken: pasaje (Gepäck), pasaporte (Pass) y plata (Geld). Auch wenn du den Föh vergessen hast, mit dem restlichen Gepäck, Geld und deinem Pass kommst du weit.

6. merke dir die Anzahl an Gepäcksstücken

Einen anderen Tipp habe ich vor Jahren erhalten: merke dir, mit wie vielen Gepäcksstücken du reist. Tönt simpel aber wenn man mehrere Taschen dabei hat und im Schuss ist, lässt man gerne mal eine im Tram liegen. Auf vier gezählt ist schnell und dann ist alles dabei.

Ich hoffe, mit diesen sechs einfachen Tipps macht auch dir packen mehr Spass. Wenn du weitere Tipps hast, oder dir etwas geholfen hat, würde ich mich freuen, von dir zu hören.

Posted on February 7, 2023 .